Der Ironman in Maastricht ist das jährliche Highlight für die Triathleten der LG Laacher See. Alexander Rausch bereitete sich ein Jahr darauf vor.

Laacher See/Maastricht |

Zwölf Monate bereitete sich Alexander Rausch auf das Hauptevent, den Triathlon in Maastricht vor. Die Hausaufgaben waren gemacht. Jetzt hieß es raus gehen und Spaß haben bei 3,8 Kilometern Schwimmen, 180 Kilometern Radfahren und 42,2 Kilometern Laufen. Dies war seine fünfte Langdistanz und die Erwartungen waren groß.

Über 1000 Aktive befanden sich in der Wechselzone. Durch den Regen und die kühleren Temperaturen hatte sich die Maas auf 23.9 Grad abgekühlt. Der Start erfolgte als Rolling Start. Durch diese Weise wird das Feld auseinandergezogen, was auch das spätere Radfahren angenehmer und sicherer macht.

Alexander Rausch ordnete sich mit einer Zielzeit von 1:15 ein und hatte so ein angenehmes Schwimmerlebnis. Das Schwimmen endete für ihn bei 1:17:42. Danach ging es auf eine anspruchsvolle Radstrecke drei Mal rund um Maastricht, ein Hauch von Paris – Robaix. Nach der ersten Runde hatte sich das Feld auseinandergezogen und Rausch war von gleichstarken Fahrern umgeben bei fast 1.500 HM auf der 180km langen Strecke. Schon nach zwei bis drei Stunden auf dem Rad hat er gemerkt, dass die Nahrungsaufnahme nicht funktioniert. Außer Wasser und etwas Cola ging nichts hinein. Nach 5:26:42 Std kam er in die Wechselzone, um den Marathon zu starten. Dieser bestand aus vier Runden.

Die Temperaturen waren mittlerweile bei 25 Grad. Alle zwei bis drei Kilometer war eine Verpflegungsstation. Hier hieß es Abkühlen und die Körpertemperatur senken. Die Einwohner kühlten die Läufer mit Wasser aus Gartenschläuchen ab. Die erste Runde lief perfekt, doch das Tempo ließ sich nicht halten, da die Energie fehlte. Danach ging nur noch Laufen-Gehen-Laufen. Bis auf ein paar TUC Cracker und Orangen bekam er nichts runter.

Bei so einem langen Wettkampf gehen einem viele Gedanken durch den Kopf, wie warum macht man das? Warum tue ich mir das an? Bis hierhin und nicht weiter, nie wieder. Aber das phänomenale an dem Sport ist, dass man eine unglaubliche mentale Stärke entwickelt und irgendwie immer einen Schritt vor den anderen macht. Ebenso beeindruckend war, wie die Zuschauer unermüdlich anfeuerten. - Alexander Rausch (LG Laacher See)

Sein Ziel war es, nur noch den Wettkampf zu finishen und über den roten Teppich ins Ziel zu laufen. Die letzten km mobilisierte er nochmal die letzten Reserven und kam er wieder ans Laufen.

Das war ich dem Publikum schuldig. Läuft man über die Ziellinie, vergisst man alles was die letzten Stunden passiert ist und ist nur froh, erleichtert und stolz. - Alexander Rausch (LG Laacher See)

Nach insgesamt zwölf Stunden war sein Tag beim Ironman Maastricht beendet. Jetzt nur noch Essen und Erholen. Seine Marathonzeit blieb bei 5:01:13 Std.