Sport

 

VC 77 Neuwied steht vor schwieriger Aufgabe

Lauren Matias will auch in Schwerin ihre Angriffschancen nutzen (Foto: Jörg Niebergall).


Eine weite Reise von 650 km wartet auf die Deichstadtvolleys. Am Samstag um 19 Uhr gastiert man beim Deutschen Pokalsieger und 12-fachen Meister SSC Palmberg Schwerin. 

Zwar reist man schon am Freitag an, doch ist es nicht unwahrscheinlich, dass die Heimfahrt wieder früh beginnt, zu stark sind die Unterschiede zwischen den arrivierten Mecklenburgerinnen und dem unerfahrenen Aufsteiger vom Mittelrhein. Einerseits kam Schwerin in dieser Saison überraschend schwer in Tritt, hat dem VC Wiesbaden im Pokal-Achtelfinale den Vortritt lassen müssen, doch hat das Team von Felix Koslowski die letzten drei Spiele gewonnen, zuletzt mit 3:1 beim USC Münster, und Tritt gefasst. Auf dem Weg Richtung Tabellenspitze dürfte man sich vom punktlosen VC Neuwied kaum aufhalten lassen. Zwar gab es am Mittwochabend noch ein Europapokalspiel gegen VB Nantes, doch ist der Kader des Vereins- und Bundestrainers um Zuspielerin Femke Stoltenberg (NL), Außenangreiferin Lindsay Rudins (USA) und Mittelblockerin Indy Baijens (NL) so breit besetzt, dass man die Aufgabe gegen Neuwied schnell sollte lösen können.

„Schwerin ist auf allen Positionen stark besetzt. Alle Spielerinnen haben viel Erstliga- und internationale Erfahrung“, macht sich Dirk Groß keine Illusionen. „Schwerin tritt jetzt sehr souverän auf und wird dabei von vielen begeisterungsfähigen Fans unterstützt!“

Sein eigenes Team ist noch immer nicht vollständig: Tina Simic bemüht sich um die Heilung ihrer Verletzung, Alexis Conaway hatte ihre Grippe bis zur Wochenmitte noch nicht überwunden, Julia Wenzel ist dauerverletzt …

Von all dem lässt Groß sich nicht in seiner Zielsetzung beirren: „Wir sind Aufsteiger und erwartungsgemäß Letzter, jeder Gegner, ob Erster oder Vorletzter steht also vor uns – wir bereiten uns in der gegenwärtigen personellen Situation so gut vor wie es geht und arbeiten weiter an unserem Spiel.