aktuell4u-Storys

 

Nach dem WM-Ausscheiden: Es wird weiter Fußball gespielt

Nicht nur sportlich haben wir in Katar verloren. (Bild: Pixabay)


Trainer Hansi Flick hat nach dem Spiel gegen Costa Rica in die Mikrofone der ARD gesagt, die deutschen Spieler hätten ihr Bestes gegeben. Das spricht für die Redlichkeit von Herrn Flick. Allerdings: wenn das das Beste war, dann haben wir Fans keinen Grund, uns zu grämen. Dann ist das, was in Katar geschah, nur gerecht.

Nach dem Debakel 2018 in Russland, der EM  2021 und nun dem Geschehenen in Katar ist die deutsche Fußball-Nationalmannschaft im gehobenen Mittelmaß angekommen. Auch da wird Fußball gespielt.

Wir haben in jeder Beziehung verloren: sportlich und fußballpolitisch. Kein anderes Land hat Katar wegen der WM-Vergabe so schroff kritisiert wie Deutschland. Dabei trifft allein die FIFA die Schuld daran, in einem Land eine WM zu spielen, in dem Menschenreche von untergeordneter Bedeutung sind. Auch Nordkorea könnte sich um die WM bemühen und nur die FIFA könnte verhindern, dass dort auch gespielt wird. So war es auch mit Katar. Und dann der groß angekündigte Protest des DFB mit der Binde. Kaum war eine Reaktion der FIFA da, haben wir den Schwanz eingezogen. Der DFB ist zwar der mitgliederstärkste in der Welt, aber nicht der stärkste. Und der neue Präsident ist nicht besser als sein Vorgänger, er trägt nur die Brille anders. Der DFB ist anders groß: er hat die teuerste Akademie, obwohl jeder Landesverband noch einmal seine eigene hat, er hat inzwischen mehr als 700 Mitarbeiter.

Das Ausscheiden hat auch etwas Gutes. Der DFB spart viel Geld. 100 000 EURO hätte jeder Spieler für das Überstehen der Vorrunde bekommen. 400 000 für den WM-Sieg. Der Fußballverband Rheinland sollte vorschlagen, einen Teil dieser Gelder den Fußballvereinen an der Ahr zu geben.

Dieses Mal hatten wir bei der WM auch einen eigenen Trainer für Freistöße und Eckbälle dabei. Es fragt sich nur, mit wem der geübt hat. Aber das ist nur ein kleines Detail. Wenn wir die richtigen Spieler haben und wenn die richtig eingestellt werden, haben wir die nächste Chance in zwei Jahren bei der EM im eigenen Lande.

Bis dahin wird weiter Fußball gespielt. In den Kreisligen, im Jugendbereich, bei den Mädchen und Frauen, den alten Herren und in unserem Fußballverband erfreulicherweise auch zunehmend zwischen behinderten und nicht behinderten Fußballern.. Für all das braucht man nur starke Vereine. Und die gibt es zuhauf.

Wir sind auf Eure Meinung gespannt, scheibt uns Eure Meinung zum DFB-(Team)…