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„Artenschutz ist kein Selbstzweck, sondern Selbstschutz“ - Umweltministerin Katrin Eder zur Weltnaturkonferenz in Montreal

Klimaschutzministerin Katrin Eder. (Bild: MKUEM/Heike Rost)


„Ich habe sehr gehofft, dass bei der COP15 ein richtungsweisendes globales Abkommen zum Artenschutz verabschiedet wird. Diese Abschlusserklärung ist ein Erfolg“, kommentierte die rheinland-pfälzische Umweltministerin Katrin Eder das neue globale Rahmenabkommen für Biodiversität (GBF), das den Schutz und die nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt auf der Erde für die kommenden Jahre regeln soll.


 
Das Abkommen enthält 23 Ziele, mit denen die Natur bis zum Jahr 2030 auf einen Pfad der Erholung gebracht werden soll. Sie beziehen sich auf Land-, Binnenwasser-, Küsten- und Meeresgebiete. Konkret verpflichtet sich die Staatengemeinschaft unter anderem darauf, bis 2030 mindestens 30 Prozent der Land- und der Meeresfläche des Planeten unter einen wirksamen Schutz zu stellen.

Die Unterschutzstellung von 30 Prozent der Erde gilt als wichtigste Maßnahme, um den Verlust von Arten und Ökosystemen zu stoppen. Außerdem sollen auf der Fläche von 30 Prozent der geschädigten Ökosysteme bis 2030 Renaturierungsmaßnahmen anlaufen. Die Verbreitung von invasiven Arten soll minimiert werden und die Jagd und der Wildtierhandel soll nachhaltig ausgestaltet werden.



Je mehr Arten der Welt erhalten bleiben, desto weniger gefährdet ist unsere eigene Art und umso resilienter sind die Ökosysteme in Zeiten des Klimawandels. Artenschutz ist kein Selbstzweck, sondern Selbstschutz“, unterstrich Eder die Bedeutung des Abkommens. „Es ist gut, dass es dieses Abkommen jetzt gibt, aber das ist ein später Startschuss und nicht der Zieleinlauf. Wir müssen das Thema weiter forcieren.

- Katrin Eder, Klimaschutz- und Umweltministerin für Rheinland-Pfalz