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Covid-19 Impfstoff in Rheinland-Pfalz angekommen

(Oben):Ministerpräsidentin Malu Dreyer war bei den ersten impfungen in einem Seniorenheim vor Ort. (Unten): Weitere Maßnahmen sollten beachtet werden.


Es scheint wir schwenken auf die Zielgerade der Corona-Pandemie ein. Immer mehr Pharma-Unternehmen vermelden Erfolge und neue Entdeckungen rund um das Virus und funktionaler Impfstoffe. Dagegen stehen bereits mindestens zwei Mutationen, welche noch ansteckender sind und auch die Krankheitsverläufe verheißen nichts Gutes. Doch das Land atmet hinter den Masken - verhalten - auf, denn die deutschlandweite Impfkampagne hat begonnen; auch in Rheinland-Pfalz. So stellt sich eine gewisse Hoffnung bei der Bevölkerung ein, die ein Jahr der Furcht vor Ansteckung und eine undefinierte Angst vor wirtschaftlichen Unwägbarkeiten hinter sich haben. Aber wie sehen die Realitäten aus? Die aktuellen Infektionszahlen der Corona-Pandemie steigern sich in  schwindelerregende Höhen. Die Zahl der freien Intensiv-Betten sinkt stetig und das Krankenhauspersonal arbeitet hart und kämpft um jedes Leben. Ärzte stehen vor der Triage, einer Entscheidungsmethode, die im Krieg eingesetzt wird um nur die medizinisch zu versorgen, die auch zu retten sind. Rheinland-Pfalz hat mit dem Saarland, Baden-Württemberg und Hessen Kooperationsabkommen geschlossen, um sich gegenseitig Hilfe in Notsituationen leisten zu können.
Wo genau geht die Reise hin? Wie sehen die ersten Monate des Jahres 2021 aus? Was sind das für Impfstoffe in die so viele Menschen auf der ganzen Welt ihre Hoffnungen setzen? Wie lange werden die Impfungen wohl dauern, bis die Bürgerinnen und Bürger, die sich für eine Impfung entschieden haben, auch alle eine erhalten? Was passiert mit den Impfverweigerern, soll man sie der Krankheit überlassen und ist das ethisch überhaupt vertretbar? Werden wir auf Ebene der Bundesländer, der Bundesrepublik und auch für ganz Europa genügend Impfdosen zur Verfügung haben? Wann darf der Einzelne Bürger unter 50 Jahren mit seiner Impfdosis rechnen und was muss er dafür machen?

Für diese alle anderen Fragen hat die Landesregierunge Rheinland-Pfalz Telefon-Hotleine und eine Internet-Seite eingerichtet:

CORONA-IMPFSTOFF-HOTLINE: 0800 / 57 58 100 

CORONA-INFORMATIONEN im Internet: www.corona.rlp.de.

Mit der ersten Auslieferung wurden rund 9750 Dosen des Impfstoffes in Rheinland-Pfalz verteilt. Diese gehen dann an die einzelnen Impfteams für die mobilen Einsätze weiter. Mit der ersten Welle wird in Senioren-Einrichtungen und Altenheimen begonnen.
Das Mainzer Unternehmen BioNTech und der Pharma-Riese Pfizer haben gemeinsam den Wirkstoff entwickelt. Der in Rekordzeit realisierte Impfstoff steht jetzt vor der Bewährungsprobe. Allergische Reaktionen – wie aus England bekannt geworden – waren hier nicht zu verzeichnen.
Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler appellieren an die Menschen in Rheinland-Pfalz sich impfen zu lassen: „Die Schutzimpfung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Je mehr Menschen sich impfen lassen, desto größer ist der Schutz für uns alle, desto besser und auch schneller können wir diese Pandemie hinter uns lassen.“
Der Bund gibt vor, wo der Impfstoff zuerst zum Einsatz kommt, basierend auf den Empfehlungen des  der „Ständigen Impfkommission“. Zunächst werden die Regionen versorgt, die zum Stichtag, 16. Dezember 2020 über der durchschnittlichen 7-Tage-Inzidenz lagen innerhalb von Rheinland-Pfalz lagen:

Kreise und Landkreise

Kreisfreie Städte

Bad Kreuznach

Frankenthal

Germersheim

Koblenz

Kusel

Ludwigshafen

Neuwied

Mainz

Rhein-Pfalz

Speyer

Vulkaneifel

 

Weitere Lieferungen werden vom Bund wöchentlich zugestellt. Diese werden dann auf Pflegeeinrichtungen verteilt, bevor medizinisches Personal und Menschen von über 80 Jahren in den einzelnen Impfzentren versorgt werden.

(Pressemeldung der Landesregierung RLP, Marc Mutert)