Die Rheinbahnstrecke ist nach dem Felsrutsch bei Kestert wieder freigegeben.

Nach wochenlangen Arbeiten an den Gleisen auf Grund des Geröllabgangs bei Kestert, fahren seit heute Morgen wieder eingleisig Züge auf der rechten Rheinseite im Oberen Mittelrheintal.

Fast sieben Wochen konnten die Bewohner der rechten Rheinseite zwischen Mainz und Koblenz die Ruhe vor dem Bahnlärm genießen. Seit dem 15. März, als zu einem Felsrutsch bei Kestert kam, passierte kein Zug mehr diese Bahnstrecke. Stattdessen wurde der Verkehr zum Großteil über die linke Rheinseite umgeleitet. Betroffen war hauptsächlich der Güterverkehr.

Warum dauerten die Arbeiten so lange?

Durch den Felsrutsch gelangten mehrere tausend Kubikmeter Steine und Geröll auf die Gleise. Knapp eine Woche später, am 21. März, erfolgte eine kontrollierte Sprengung, wodurch loses Gestein entfernt und der Hang stabilisiert werden sollte. Anschließend wurde ein Schutzwall über eine Länge von 100 Metern errichtet. Außerdem mussten teils neue Gleise eingebaut und verschweißt und ein Mast für die Oberleitungsanlage, die ebenfalls ausgebessert wurde, erneuert werden. Dazu mussten insgesamt 400 Tonnen alter Schotter entfernt und 220 neue Schwellen angebracht werden. Zusätzlich wurden Hangnetze an der Stelle des Felsrutsches über eine Fläche von 2100 Quadratmetern installiert.

Ab wann wird die Strecke wieder auf beiden Gleisen befahren?

Zurzeit wird das zweite Gleis der Strecke noch von der Deutschen Bahn genutzt, um weitere Geröllreste zu entsorgen. Die Wiederaufnahme des Fahrbetriebs für das zweite Gleis, ist für den 9. Mai geplant. Somit müssen sich die Anwohner langsam wieder an den Bahnlärm auf der rechten Rheinseite gewöhnen.