Nachrichten

 

Kreis Ahrweiler bringt Gewässerwiederherstellungs-Konzept auf den Weg

Die Flutkatastrophe im Juli 2021 hat zu veränderten Gewässerstrukturen der Ahr geführt. (Foto: Red.)


Wie geht es weiter an der Ahr und ihren Nebenflüssen? Welche Schritte und Maßnahmen sind erforderlich, um die in weiten Teilen durch die Flutkatastrophe zerstörten oder veränderten Gewässerstrukturen wiederherzustellen? Der Kreis- und Umweltausschuss (KUA) wird dazu in einer außerordentlichen Sitzung am 7. März über den Vergabevorschlag zur Erstellung eines Gewässerwiederherstellungs-Konzepts beraten und dieses auf den Weg bringen.

Im Oktober hatten sich die Mitglieder der Hochwasserpartnerschaft Ahr darauf verständigt, ein regionales, länderübergreifendes Hochwasservorsorge-Konzept Ahr zu erstellen. Ein erster Schritt dahin ist die Entwicklung eines Wiederherstellungskonzeptes. Es legt fest, wo und in welcher Form die zum Teil erheblich zerstörten oder veränderten Gewässerstrukturen wieder aufgebaut werden müssen, um Gefahren zu beseitigen und um den Abfluss und die Gewässerstrukturen zu verbessern. Dies erfolgt insbesondere in Hinblick auf die Wiederherstellung der Gewässerökologie sowie die Schaffung von Rückhaltefunktionen und Abflussflächen in besiedelten Bereichen.

Da die Aufstellung des Wiederherstellungs-Konzepts für die gesamte Ahr und ihrer Nebengewässer jedoch nicht im gewünschten Zeitraum von einem Jahr umsetzbar ist, sprach sich der KUA in seiner Sitzung vom 18. Januar 2022 dafür aus, fünf Einzel-Abschnitte zu bilden: sie umfassen die Städte Sinzig und Bad Neuenahr-Ahrweiler sowie die Verbandsgemeinden Altenahr und Adenau. In der Verbandsgemeinde Adenau wurde zusätzlich ein weiterer Teilabschnitt gebildet, da es hier neben der Ahr mit dem Adenauer Bach, dem Trierbach und dem Nohner Bach weitere Gewässer II. Ordnung gibt, die aufgrund ihrer Länge gesondert betrachtet werden müssen.

Vorgesehen ist, für diese Abschnitte entlang der Ahr einzelne Konzepte durch verschiedene Ingenieurbüros zeitgleich erstellen zu lassen. Ein weiteres Büro soll die jeweiligen Einzelkonzepte zu einem Gesamtkonzept zusammenführen, sodass bei der Umsetzung ein einheitliches Vorgehen sichergestellt wird. Der Verwaltung liegen jetzt entsprechende Angebote von Ingenieurbüros für die einzelnen Abschnitte vor. Diese Büros sind bereits aktuell oder waren in der Vergangenheit in den betreffenden Bereichen tätig und verfügen über Ortskenntnisse, die für die Konzepterstellung wichtig sind.