Nach zwei Jahren Corona-Pause konnte der traditionelle Neujahrsempfang in der Kreisverwaltung wieder stattfinden.

Rhein-Hunsrück |

Mit einem Appell des Zusammenhalts und der Zuversicht hat Landrat Volker Boch das neue Jahr begonnen. Nach zwei Jahren Corona-Pause konnte der traditionelle Neujahrsempfang in der Kreisverwaltung wieder stattfinden. Rund 200 Personen nahmen an dem Empfang teil.

Nach einem herausfordernden Jahr 2022 wünsche ich Ihnen und uns allen ein gutes, friedliches und auch ein fröhliches Jahr 2023. - Volker Boch (Landrat Rhein-Hunsrück-Kreis)

Mit diesen Worten eröffnete Landrat Volker Boch den Neujahrsempfang am Dienstagabend in der Kreisverwaltung. Die Ansprache des Landrates wurde eingerahmt von einem kurzweiligen Programm. Der Jugendchor „No Limits“ aus Kastellaun trat unter Leitung von Volker Klein auf. Begleitet von Komponist Carsten Braun nahmen die jungen Sängerinnen und Sänger die Gäste schwungvoll mit. Eine Attraktion war zudem der Auftritt des Schweizer Künstlers Eddy Carello, der im Rahmen des Dinner-Erlebnis-Varietés derzeit im Tier- und Erlebnispark Bell gastiert.

Landrat Boch freute sich, dass der Neujahrsempfang nach zwei Jahren Corona-bedingter Pause überhaupt wieder stattfinden konnte. Er ermutigte die Anwesenden dazu, in Vereinen, in der Politik und auch der Gesellschaft alles dafür zu tun, dass im neuen Jahr wieder ein normales Leben stattfindet. Gerade die vielen Vereine sind Motoren des Landkreises.

2022 war ein schwieriges Jahr, für viele Menschen sogar ein sehr schwieriges Jahr. Lassen Sie uns nicht zurückschauen und hadern, lassen Sie uns lieber zuversichtlich in das Jahr 2023 hineingehen. Als lebenswerte Region, als liebenswerter Landkreis, als starke und selbstbewusste Heimat. Lassen Sie uns 2023 zu einem Jahr des Mutes machen und danach handeln! - Volker Boch (Landrat Rhein-Hunsrück-Kreis)

Der Landrat blickte bei seiner Neujahrsansprache auf die Herausforderungen der vergangenen Monate zurück, die insbesondere durch den Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen Auswirkungen geprägt waren. Kostensteigerungen wirkten sich längst nicht nur, aber besonders intensiv im Energiebereich aus. Dazu kam die Flüchtlingssituation, die viele Menschen in den Rhein-Hunsrück-Kreis gebracht hat.

Wenn uns 2022 eines gezeigt hat, dann doch dies: Wir leben in einer leistungsstarken, zusammenhaltenden und gesellschaftlich stabilen Region. Wir haben mehr als 1.500 Menschen allein aus der Ukraine bei uns aufgenommen, in unsere Dörfer, Städte und Schulen integriert. Hat uns das an die Grenzen der Belastung geführt? Nein! Wir haben vielmehr gezeigt, dass wir helfen wollen und auch können – ob durch die vielen Initiativen und privaten Engagements oder auch in den Behörden. Dafür bin ich sehr dankbar. - Volker Boch (Landrat Rhein-Hunsrück-Kreis)

Parallel zur Flucht aus der Ukraine kamen 2022 viele Geflüchtete aus weiteren Herkunftsländern in der Region an, so viele, wie seit Jahren nicht mehr. „Es ist klar, dass 2023 mit Blick auf Krieg und Flucht neue, vielleicht noch größere Aufgaben mit sich bringt“, führte Boch aus und blickte dabei auch auf die Pläne des Landes, in den kommenden Wochen eine Außenstelle der Erstaufnahmeeinrichtung Kusel auf dem Flughafen Frankfurt-Hahn zu eröffnen.

Landrat Boch rief die Menschen dazu auf, das neue Jahr positiv anzugehen und Mut sowie Zuversicht in den Mittelpunkt zu stellen. Entwicklungschancen seien dazu da, angegangen zu werden. So beschrieb er beispielsweise die mittel- und langfristigen Potenziale der BUGA 2029, des Flughafens Frankfurt-Hahn sowie der Mittelrheinbrücke. Bei diesen Themen gelte es 2023 dran zu bleiben, genauso wie bei der weiteren Ausgestaltung der Energiewende im Bereich der Energiespeicherung und des Energiesparens, der Stärkung der Gesundheitsversorgung, der wirtschaftlichen Entwicklung sowie auch der Überarbeitung des regionalen ÖPNV, die 2022 begonnen hat. Ebenso konnten 2022 wesentliche Weichen für den weiteren Breitbandausbau im Landkreis gestellt werden. Digitalisierung und Mobilfunk sowie die Stärkung der Verwaltung gehören im Kreis zu den weiteren Aufgaben.

Die Winzerbetriebe August Perll aus Boppard, Goswin Lambrich aus Oberwesel-Dellhofen sowie Philipps-Mühle aus St. Goar schenkten beim Neujahrsempfang regionale Weine aus und unterstrichen mit ihren Produkten die besondere Qualität der Region. Landrat Boch stieß mit den Anwesenden auf ein gutes und mutiges neues Jahr an und dankte allen Anwesenden für ihr Engagement zum Wohl des Rhein-Hunsrück-Kreises.