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Unseriöse Dachrinnenmontage: Aus 70 werden 1.440 Euro

Ob die Dachrinnen am Ende wasserfest bleiben, bezweifelt die Polizei. (Bild: Pixabay)


Am 21. Janaur wurden der Polizeiinspektion Straßenhaus zunächst verdächtige Haustürwerber mit einem weißen Transporter in Urbach gemeldet. Später wurden die Personen in Niederhofen bei der Ausführung von Arbeiten an den Dachrinnen eines Hauses angetroffen.

Durch die eingesetzten Beamten wurde festgestellt, dass keine der Personen eine gewerbliche Erlaubnis für die Ausführung der Arbeiten besitzt. Zudem wurde mit dem Hauseigentümer ein absurd niedriger Preis vereinbart. Hier schien es lediglich den Beamten bekannt zu sein, dass im weiteren Verlauf eine plötzliche Preissteigerung um mehrere hundert Prozent folgen würde. Den Personen wurde ein Platzverweis erteilt. Gegen 14:00 Uhr erschienen die Personen bei einem Hauseigentümer in Kleinmaischeid und boten wiederum ihre Dienste an.

Aus einem vorher vereinbarten Preis von 70 Euro wurde sehr schnell eine dreist vorgebrachte Forderung von 1.440 Euro. Im Rahmen dieser unseriösen Preisverhandlungen wurden dann auch noch Angehörige des Hausbesitzers beleidigt. Durch die Polizei Straßenhaus werden in beiden Fällen jeweils Straf- und Ordnungswidrigkeitenanzeigen vorgelegt.

Ob die durchgeführten Klempnerarbeiten dann auch in Zukunft wasserdicht sein werden, steht zu bezweifeln. Die betroffenen Hauseigentümer dürften in diesem Falle große Probleme bekommen, wenn sie die ausführenden Herrschaften zu Garantie- oder Gewährleistungsansprüchen in Anspruch nehmen wollen.

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