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Die Hoffnung auf die Rückkehr des großen Fußballs im Rheinland

Die Tage an denen das Stadion Oberwerth für den Profifußball ausgebaut werden musste, sind lange vorbei. (Bildrechte am Ende des Textes)


Dürftig fällt auch in der Zukunft die Bilanz des Fußballverbandes Rheinland mit Blick auf die Klassenzugehörigkeit seiner männlichen Fußballvertreter aus. In der vierten deutschen Liga ist immerhin mit Eintracht Trier ein zweiter Verein neben Rot-Weiß Koblenz in die Regionalliga aufgestiegen. Das ist gut für Trier und wichtig, für Rot-Weiß bleibt es unverändert mit Blick auf die Fußballentwicklung des Vereins etwas Außergewöhnliches.

Von den oberen 3. Bundesligen aber ist man im Männerfußball des Rheinlandes weit entfernt. Da stehen die Damen der SG 99 Andernach mit ihrer Zugehörigkeit zur zweiten Bundesliga deutlich besser da.

In der Oberligasaison 2022/23 stehen mit dem FV Engers, dem FC Karbach, TuS Koblenz, den Eisbachtaler Sportfreunden, der SG 2000 Mülheim-Kärlich und dem Aufsteiger Ahrweiler BC sechs rheinländische Vereine in der Klasse, die Rheinland-Pfalz und das Saarland umfasst. Großer Fußball findet weiter da statt, wo er auch bisher zuhause war: in Mainz, Frankfurt und Köln. Aber immerhin ist der 1. FC Kaiserslautern wieder in der zweiten Bundesliga angekommen.

Ohne einen Verein in den drei Bundesligen bei den Männern sind unter den 21 Landesverbänden des Deutschen Fußball-Bundes nur unser rheinländischer und der Fußballverband Thüringen. Da träumen Erfurt und Jena auch von vergangen Zeiten. Bei uns geht der Blick zu den glorreichen Zeiten zurück auf die Anfänge des neuen Jahrtausends mit TuS Koblenz in der zweiten Bundesliga und dann ein gutes Stück früher die starken Jahre von Eintracht Trier, die Mitte der 1970er-Jahre in Liga zwei spielten, und dem FSV Salmrohr, der MItte der 1980er-Jahre mit Klaus Toppmöller und Edgar Schmitt auch ein Jahr in der zweiten Liga spielte. Weit zurück in den Jahren nach dem Krieg war es TuS Neuendorf, das im deutschen Fußball zu den herausragenden Mannschaften gehörte, im Südwesten nach dem FCK war der Koblenzer Stadtteilverein auf einer Ebene mit Saarbrücken, Worms und Pirmasens.

Der Verband kann sich keinen Bundesligaverein backen, es geht nur über die Vereine. Vielleicht hat Trier das ambitionierteste Team für die dritte Liga. Es wäre so gut für den Fußball im Rheinland, wenn wieder in mindestens einem Stadion der Region der große Fußball zurückkehren würde.

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