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Oberliga-Vorschau: 14. Spieltag

Kann sich der FV Engers für die Hinspielniederlage gegen Mülheim-Kärlich revanchieren? (Foto: SG 2000 Mülheim-Kärlich)


Englische Woche in der Oberliga bedeutet Gipfeltreffen und Derbyzeit. Zum Auftakt des 14. Spieltags empfängt der FC „Blau-Weiß“ Karbach den SV Eintracht Trier zum Spitzenspiel der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar Staffel Nord. Am Mittwoch erwartet die Fans zwei direkte Aufeinandertreffen von Teams aus der aktuell-4u-Region.

FC „Blau-Weiß“ Karbach – SV Eintracht Trier (Dienstag, 26. Oktober, 19:30 Uhr):

Nach dem Spitzenspiel ist vor dem Spitzenspiel. Nachdem der FC „Blau-Weiß“ Karbach am Samstag in Waldalgesheim den zweiten Tabellenplatz eindrucksvoll beim Tabellendritten verteidigen konnte, ist nun der Tabellenführer aus Trier zu Gast. Der Spitzenreiter spielt derzeit in einer eigenen Liga und hat bereits neun Punkte Vorsprung auf die Gastgeber aus dem Vorderhunsrück. Dennoch hat der deutliche 4:0-Erfolg gegen Waldalgesheim der Mannschaft von Maximilian Junk Mut gemacht. „Wir gehen mit großem Selbstvertrauen in dieses Spiel mit dem Wissen, dass Trier nach wie vor die Top Mannschaft der Liga ist“, so Junk. Die Eisbachtaler Sportfreunde haben vor kurzem deutlich gemacht, dass Trier durchaus verwundbar ist. Dies ist auch FCK-Trainer Junk nicht verborgen geblieben: „Wir brauchen einen absoluten Sahnetag, etwas Spielglück, wie Eisbachtal es gegen Trier auch hatte und müssen, wie auch in den vergangenen Wochen, läuferisch ans absolute Limit gehen. Nur dann können wir uns auch gegen Trier etwas ausrechnen.“ Was passiert, wenn die Leistung nicht stimmt und das Spielglück ausbleibt, musste der FC Karbach im Hinspiel schmerzlich erfahren, als die Blau-Weißen in Trier mit 0:4 geschlagen wurden.

Dennoch ist der Anspruch für das heutige Spitzenspiel klar. „Unser Ziel ist es auf jeden Fall zu punkten“, so Junk. Gelingt dies, wäre das momentane Standing als Topmannschaft der Oberliga in jedem Fall untermauert. Bei diesem Vorhaben muss der Trainer der Vorderhunsrücker allerdings auf Michael Kohns und Julian Hornetz verzichten.

TuS Koblenz – TSV Emmelshausen (Mittwoch, 27. Oktober, 19:30 Uhr):

Im Stadion Oberwerth kommt es am Mittwochabend nicht nur zum Derby zwischen der TuS Koblenz und dem TSV Emmelshausen, sondern auch zum Aufeinandertreffen zweier formstarker Teams. Während Emmelshausen in den vergangen vier Spielen nur eine Niederlage, bei zwei eigenen Siegen, hinnehmen musste, steht der morgige Gastgeber aus Koblenz sogar schon bei fünf Spielen in Folge ohne Niederlage. Hinzukommt das Weiterkommen im Rheinlandpokal. Gäste-Trainer Philipp Frank ist sich über die aktuelle Formkurve der beiden Teams bewusst: „Aufgrund der Punkteausbeute der letzten Spiele können wir mit gutem Selbstvertrauen nach Koblenz fahren, wissen natürlich aber auch, dass unser Gegner eine ähnlich starke Phase hat.“ Den Schlüssel zum Sieg scheint Frank aber auch schon ausgemacht zu haben: „Wir müssen wieder extrem demütig sein und werden hoffentlich die etwas bessere Tagesform auf den Platz bringen.“ TuS-Trainer Anel Dzaka schätzt die Begegnung wie folgt ein: „Das wird auch ein sehr schweres Spiel. Wir müssen wieder ans Limit gehen. Auch in den englischen Wochen. Aber wir freuen uns und Heimspiele unter Flutlicht sind immer was Besonderes.“ In Bezug auf das harte Programm der Schängel mit wenigen freien Tagen, äußerte sich Dzaka folgendermaßen: „Natürlich ist es kein Wunschkonzert, aber ich verstehe es einfach nicht warum wir nach einem Pokalspiel am Mittwochabend, dann am Freitagabend wieder spielen. Die Rückrunde beginnt erst Mitte März und die Hinrunde endet Mitte Dezember. Da ist genug Platz. Ich kann da wenig machen, aber ist meine Meinung. Die Spieler müssen gesund bleiben und gut regenerieren, das ist das Wichtigste. Die Spieler sind fit, die können laufen aber die müssen außerhalb des Platzes auch gut leben. Ich hoffe das bleibt so.“

Bei einem Erfolg würde der TSV Emmelshausen bis auf fünf Punkt an die obere Tabellenhälfte, die zur Aufstiegsrunde qualifiziert, heranrücken. Vor dem letzten Spieltag war der Abstand noch fast doppelt so groß. Allerdings werden Philipp Frank auch in Koblenz wieder einige Spieler fehlen. Diesmal muss der TSV-Coach auf Paolo Walther, O'Neal David, Gerrit Wißfeld, Dama Kanouté, Simon Scheid und Nicolas Bruchmann verzichten. Bei Koblenz fehlen mit Ozan Ekici, Eldin Hadzic, Ji-on Jeon, Michael Stahl und Daniel von der Bracke ebenfalls einige Spieler. Zudem ist der Einsatz von Alen Muharemi und German Kurbashyan fraglich.

FV Engers – SG 2000 Mülheim-Kärlich (Mittwoch, 27. Oktober, 19:30 Uhr):

Die Euphorie nach der Pokalsensation gegen Rot-Weiß Koblenz konnte von der SG 2000 Mülheim-Kärlich nicht in die Liga übertragen werden. Zwar ging die Mannschaft von Thomas Arzbach gegen die TuS Koblenz am vergangenen Freitag zweimal in Führung, am Ende stand man aber mit leeren Händen da. Am morgigen Mittwoch wartet nun das dritte Derby innerhalb einer Woche auf die SG 2000. Diesmal geht es zum FV Engers. Die Mannschaft von Sascha Watzlawik hat sich nach einem schwachen Saisonstart mittlerweile in der oberen Tabellenhälfte etabliert. In den vergangen fünf Partien wechselten sich Sieg und Niederlage allerdings ab. Nach dieser Regel würde morgen eine Pleite erfolgen. Darüber würde sich Mülheim-Kärlich sicherlich sehr freuen, die nun schon seit acht Spielen auf den nächsten Sieg warten. Mut macht auch das Hinspiel, welches die SG 2000 mit 2:0 für sich entscheiden konnte. Damals waren die Vorzeichen jedoch andere. Der FV Engers steckte zu diesem Zeitpunkt in einer handfesten Krise. Das sie sich davon erholt haben, wollen sie morgen Abend im Stadion am Wasserturm erneut unter Beweis stellen.