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Oberliga-Vorschau: 15. Spieltag

Können die Spieler von Mülheim-Kärlich, wie im Hinspiel, einen Sieg gegen die U21 des 1. FC Kaiserslautern bejubeln? (Foto: SG 2000 Mülheim-Kärlich)


Der 15. Spieltag beendet die Englische Woche in der Oberliga. Nachdem es in den Derbys unter der Woche zwei Unentschieden gab und Karbach unglücklich gegen Trier verlor, hoffen die Klubs aus der aktuell4u-Region, am Wochenende endlich drei Punkten einfahren zu können. In Emmelshausen erwartet die Fans das Derby gegen den FV Engers.

BFV Hassia Bingen – FC „Blau-Weiß“ Karbach (Samstag, 30. Oktober, 15:30 Uhr):

Nach der unglücklichen und unverdienten Niederlage gegen Trier, hat der FC Karbach den Blick nach vorne gerichtet. „Wir haben das Spiel gegen Trier abgehakt und nehmen das positive aus dieser Partie mit“, so Trainer Maximilian Junk. Positiv ist auf jeden die Entwicklung des Tabellenzweiten aus Karbach. Nach drei Siegen in Folge, darunter der deutliche Sieg gegen den direkten Konkurrenten aus Waldalgesheim und die Derbysiege gegen Emmelshausen und Mülheim-Kärlich, hatte der FCK auch den scheinbar übermächtigen Spitzenreiter aus Trier am Rande einer Niederlage. Nun geht es für die Mannschaft von Maximilian Junk nach Bingen, zu einem Team, welches Junk vor der Saison zu den Geheimfavoriten auf den Aufstieg zählte, welches sich nun aber in der unteren Tabellenhälfte wiederfindet, derzeit zehn Punkte hinter Karbach. Dennoch bleibt Junks Meinung unverändert: „Ich bin nach wie vor der Meinung, dass Bingen individuell mit zu dem Besten zählt was unsere Staffel zu bieten hat. Aus welchen Gründen auch immer, schaffen sie es ihr Potential nicht jede Woche abzurufen, wir sind jedoch gewarnt, dass Bingen an guten Tagen sehr gefährlich sein kann.“

Somit geht der FC Karbach mit reichlich Selbstbewusstsein, aber ohne die gesperrten Eric Peters und Kevin Leidig in die Partie gegen Bingen. Die beiden Akteure haben in den turbulenten Schlussminuten gegen Trier die rote Karte gesehen. Dennoch ist das Ziel klar. „Bingen wird ein ganz anderes Spiel werden und wir haben uns einen Plan zurechtgelegt, wie wir auch hier punkten wollen“, so Junk. Zudem wird Michael Kohns weiterhin verletzt ausfallen.

1. FC Kaiserslautern U21 – SG 2000 Mülheim-Kärlich (Samstag, 30. Oktober, 15:30 Uhr):

Seit nun mehr acht Spielen wartet die SG 2000 Mülheim-Kärlich auf einen Sieg in der Oberliga. Seit dem letzten Erfolgserlebnis holte die Mannschaft von Thomas Arzbach nur vier Unentschieden, bei vier Niederlagen. Nun wartet mit der U21 des 1. FC Kaiserslautern allerdings eine Mannschaft, die ebenfalls seit fünf Partien ohne Sieg ist. Beide Vereine haben in den letzten fünf Ligaspielen generell jeweils nur zwei Punkte geholt. Einzig der FSV Salmrohr hat eine schlechtere Bilanz aufzuweisen. Somit kann also von einem Aufeinandertreffen der Krisenklubs die Rede sein. Mut macht der SG 2000 sicherlich das Hinspielergebnis, als die Roten Teufel mit 4:2 besiegt werden konnten. Zudem zeigt die Formkurve wettbewerbsübergreifend leicht nach oben. Auf die Pokalsensation gegen Rot-Weiß Koblenz folgte eine knappe Niederlage gegen die TuS Koblenz, nachdem man zweimal in Führung lag. Unter der Woche erspielte sich Mülheim-Kärlich immerhin ein 1:1-Unentschieden beim formstarken Lokalrivalen aus Engers. Daraus gilt es nun Selbstvertrauen zu schöpfen, um mit drei Punkten aus Kaiserslautern zurückzukommen.

TSV Emmelshausen – FV Engers (Samstag, 30. Oktober, 17:30 Uhr):

Durch den vergebenen Strafstoß der TuS Koblenz in der letzten Spielminute, konnte der TSV Emmelshausen am Mittwoch einen weiteren Punktgewinn feiern. Punkten konnte die Mannschaft von Philipp Frank auch im Hinspiel gegen den FV Engers. Nun sind die Vorzeichen jedoch andere. „Engers wird mit großer Wahrscheinlichkeit ein stärkerer Gegner als im Hinspiel sein. Sie haben sich die letzten Spiele sehr gut gemacht“, so Frank. Dennoch verfolgt der TSV-Coach, auch aufgrund der aktuellen Form seiner Mannschaft, ambitionierte Ziele: „Wir spielen zu Hause, haben die letzten beiden Heimspiele gewonnen und wollen diesen Schwung trotz angespannter Personalsorge weiter beibehalten.“ Mit Paolo Walther, Simon Scheid, Nicolas Bruchmann, O‘Neal David und Dama Kanouté fallen gleich fünf Spieler aus. Zudem ist der Einsatz von Nils Bast, Niklas Kasper und Iljaz Gubitini fraglich.

Ob der eine Punkt für den FV Engers am Mittwochabend gegen die SG 2000 Mülheim-Kärlich ein gewonnener, oder zwei verlorene Punkte im Hinblick auf die Qualifikation zur Endrunde um die Meisterschaft waren, wird sich wohl erst nach dem 22. Spieltag sagen lassen. Fakt ist, mit einem Dreier hätten die Engerser die nächsten Aufgaben etwas lockerer angehen können, da die Mitkonkurrenten ebenfalls Punkte liegen ließen. „Es wird bis zum Schluss spannend bleiben. Emmelshausen hat in Koblenz einen Punkt geholt. Das zeigt, welch Potenzial in der Mannschaft steckt. Das wird ein ganz harter Kampf. Wir müssen wieder an unsere Grenzen gehen. Es gibt keine leichten Spiele in der Liga“, sagt FVE-Trainer Sascha Watzlawik.

Vor diesem Derby der beiden Vertreter des Rheinlands macht er sich hauptsächlich Gedanken um seine Offensivabteilung. „Nach gut einer halben Stunde war plötzlich alles weg. Wir waren nicht mehr so konzentriert und wach. Da hätten wir vorher einfach das 2:0 machen müssen“, zeigte sich Watzlawik mit der Chancenverwertung gegen die SGM nicht zufrieden. Doch auch die Defensive wurde zum Schluss von der Unordnung angegriffen und ließ Chancen zu. „In Emmelshausen müssen wir hinten stabil stehen und vorne unsere Chancen nutzen. Dann bin ich optimistisch“, hofft Watzlawik auf drei Punkte. Personell pfeifen die Engerser, ähnlich wie Emmelshausen, auch aus dem letzten Loch. Viele Spieler sind nach dem harten Programm angeschlagen. Marian Kneuper und Lukas Klappert sind wegen fehlender Trainingseinheiten immer noch nicht richtig fit. Ein Einsatz in Emmelshausen käme für die beiden Innenverteidiger vielleicht zu früh. Zudem droht Kapitän Yannik Finkenbusch erneut auszufallen, ebenso wie Jonas Runkel. Bis jetzt konnte der große und Kader fast alle Ausfälle kompensieren, stößt aber bei dem derzeit strammen Programm auch an seine Grenzen.

TuS Koblenz – SV Alemannia Waldalgesheim (Sonntag, 31. Oktober, 14:00 Uhr):

Das zweite Heimspiel in Folge steht für die TuS Koblenz auf dem Programm. Nach dem, aus Koblenzer Sicht, unglücklichen Unentschieden gegen den TSV Emmelshausen, möchte TuS Trainer Anel Dzaka den Blick nach vorne richten: „Es war ein ordentlicher Auftritt gegen Emmelshausen. Wir waren dominant und hatten viel Ballbesitz. Die Kritik: wir haben keine Tore gemacht. Die Gier und der Killerinstinkt fehlt den Jungs noch ein wenig. Gegen Waldalgesheim wird es ein anderes Spiel. Die wollen mit dem Ball was machen, sind sehr erfahren die werden uns vor größere Aufgaben stellen. Da müssen wir ans Limit gehen und es dem Gegner so schwer wie möglich machen.“ Einerseits wartet mit Waldalgesheim als Tabellendritte ein echtes Topteam, andererseits zeigt die Formkurve der Gäste derzeit eher nach unten. Von den letzten vier Spielen wurden drei verloren. Einzig die Partie gegen das Tabellenschlusslicht aus Salmrohr konnte gewonnen werden, wenn auch nur sehr knapp.

Somit bietet sich der TuS Koblenz, die nun schon seit sechs Spielen ungeschlagen ist, die große Chance, mit einem Sieg mit Waldalgesheim in der Tabelle gleichzuziehen. Bei diesem Vorhaben muss Anel Dzaka jedoch auf Ozan Ekici, Eldin Hadzic, Michael Stahl und Daniel von der Bracke verzichten. Zudem ist der Einsatz von Alen Muharemi, Marc Richter und German Kurbashyan fraglich.