Glatter Sieg: der VC 77 Neuwied dominiert die 2.Volleyballbundesliga weiter.

VC 77 Neuwied gewinnt auch beim TV Planegg-Krailing

Mit einem klaren Erfolg kehrte der VC 77 Neuwied von der ersten Etappe ihrer Zweitliga-Abschiedstour zurück. Vom Auswärtsspiel gegen den TV Planegg-Krailling in Bayern brachten sie ein 3:0 (16, 21,14) gegen einen Gegner mit, der unbeschwert aufspielte und dabei stärker war, als es die letzten Ergebnisse vermuten ließen.

Mit nur einer Auswechselmöglichkeit, Lisa Guillermards Verletzung war im Laufe der Woche wieder aufgebrochen, waren die Neuwiederinnen nach München gereist. VC-Trainer Dirk Groß gab gewohnheitsgemäß zunächst Hannah Dücking den Vorzug vor Kaya Schulz, vertraute also seiner Standardformation. Diese enttäuschte ihn im ersten Satz keinesfalls: Neuwied zeigte gute Aufschläge und einen guten Block, die Voraussetzungen dafür, dass sich das variable Angriffsspiel der Deichstadtvolleys unter der Regie einer heute wieder sehr gut aufgelegten Isabelle Marciniak entfalten konnte. Erst nach der zweiten technischen Auszeit kam Planegg-Krailling bedingt durch gute Aufschläge besser ins Spiel, ohne die Neuwiederinnen noch abfangen zu können. Diese brauchten zwar 4 Satzbälle, um den Sack endlich zuzumachen: Isabelle Marciniak setzte aber dann mit einem zweiten Ball den Schlusspunkt.

Dirk Groß:  „Ich war überrascht, wie stark meine Mannschaft im ersten Satz nach der langen Anreise gespielt hat, im zweiten Satz sind wir dann etwas mitgeschwommen“

In der Tat verlief dieser bis zur zweiten technischen Auszeit (15:16) sehr ausgeglichen. Neuwied schwächelte in der Chancenverwertung, was zu etlichen längeren Ballwechseln führte, aus denen die Gastgeberinnen häufiger als Siegerinnen hervorgingen. Auch gelang es ihnen immer wieder, den eigentlich überlegenen Block der Neuwiederinnen anzuschlagen und ihm so das Nachsehen zu geben. „Wir sind heute ohne besondere Taktik ins Spiel gegangen“, verriet Zuspielerin Kira Böhm als MVP der unterlegenen Mannschaft nach dem Spiel. Man habe unbeschwert und mit Spaß aufspielen wollen. Dies gelang im 2.Satz besonders gut. Der Routine der Neuwiederinnen aber war es zu danken, dass sie wieder in der Schlussphase des Satzes ihren Vorsprung ausbauen konnten und Kapitänin Sarah Kamarah mit einem Lob den 2. Satzball verwerten konnte.

Im dritten Satz diktierten dann wieder die Bundesliga-Aufsteigerinnen das Geschehen und kamen im Angriff über alle Positionen, besonders über die Mittelblockerinnen und Sarah Kamarah zu Erfolgen. Zur Satzmitte ersetzte Kaya Schulz Hannah Dücking auf der Außenposition, Neuwied punktete weiter, bis Maike Henning der Partie mit einem Lob zum 25:14 ein Ende setzte.

Verletzungssorgen beim VC 77 Neuwied

Zufrieden war auch der Trainer: “Den dritten Satz haben wir souverän nach Hause gebracht“, resümiert er nüchtern, nicht aber, ohne eine Woche vorauszuschauen: „Der angeschlagene kleine Kader macht mir im Hinblick auf die Spiele nächste Woche doch etwas Sorgen, schließlich haben wir noch zwei schwierige Spiele in Grimma (Samstag, 18 Uhr) und Dresden (Sonntag, 14 Uhr) vor uns. Das werden wir aber auch noch schaffen“, gibt er sich dann doch optimistisch.

Verlassen wird er sich dabei auch auf die Professionalität seiner Libera Anna Church, die heute zur Spielerin des Tages gewählt wurde: Ihre Aufgabe sei schließlich mit der Meisterschaft nicht beendet, erklärte sie, schließlich wolle sie in jedem Spiel ihr bestes geben. Ihre Aufgabe sei es, Ihrer Mannschaft das Leben auf dem Spielfeld leichter zu machen.

Um festzustellen, dass es wirklich erst ihre 1. MVP-Medaille in der laufenden Saison war, musste noch einmal die Statistik zu Rate gezogen werden. Die Wahl durch Planegg-Kraillings Trainer Florian Saller also ein Lob für eine starke Saison im Trikot der Deichstadtvolleys? Anna Churchs Blick geht etwas in die Zukunft. Zunächst in die nähere, denn sie will die beiden ausstehenden Spiele in Sachsen noch erfolgreich bestreiten. “Then we will see, what happens for the next season …“

VC 77 Neuwied

Church, Marciniak, Henning, Brown, Anderson, Dücking, Kamarah, Schulz; Trainer: Dirk Groß, Ralf Monschauer

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