Die meisten Kinder lernen von zuhause. Nur die Kinder aus der Notbetreuung sind in den Schulen.

Schüler starten im Home-Office

Es ist ein ungewohnter Start in das neue Jahr: die Schule beginnt und keine Schulglocke läutet. Der Grund ist offensichtlich: nur die wenigsten Kinder sind derzeit in den Schulen. Seit heute findet der Unterricht "remote" von zuhause aus statt. Bis mindestens Mitte Januar bleiben die Schulen in Rheinland-Pfalz weitestgehend geschlossen. 

07:45 Uhr, Koblenz. Normalerweise tummeln sich um diese Uhrzeit viele wuselnde kleine Beine vor den Toren einer Koblenzer Grundschule. Der Zebrastreifen wird vorbildlich überquert und viele Kinder werden von ihren Eltern in die Obhut des Lehrpersonals gegeben. Ein letzter schneller Besuch beim Bäcker für die notorischen Frühstücksvergesser und dann geht es auch schon los. Das wäre der normale Vorgang an einem Montag nach den Ferien. Doch heute ist alles anders. Nur wenige Kinder und Eltern verirren sich vor die Tore der Schulen. Kinder, deren Eltern sie nicht zuhause betreuen können, dürfen zur Notbetreuung kommen. Doch kaum ein Dutzend Eltern nehmen das Angebot in Anspruch. 

Das Land Rheinland-Pfalz hat den Unterricht vorübergehend umgestellt. Bis mindestens zum 15.Januar werden die Schüler hauptsächlich über die Lernplattform "Big Blue Button" geschult. Die versagte dann passenderweise gleich am Sonntagabend, so dass viele Lehrer in der Region gleich Mal so richtig ins Schwitzen kamen. Mindestens zwei Mal pro Woche sollen die Lehrer mit den Schülern per Videokonferenz in Kontakt treten - ein Minimum an Lernpräsenz im Vergleich zu den regulären 25-32 Schulstunden pro Woche. Lernen in Eigenregie heißt es - Abgaben gibt es ein Mal pro Woche. Da kommt es auch Mal vor, dass ein Schüler gleich am ersten Tag seine Videokonferenz vergisst - oder seine Eltern? 

Die Schulzeiten verschieben sich. Damit die Lernplattform nicht vollkommen überlastet ist - immerhin nutzen mehrere zehntausend User "Big Blue Button" - werden Videokonferenzen auch mal in den Nachmittag geschoben. Flexible Arbeitszeiten nennt man das in der freien Wirtschaft, im Schulleben ist es ein Kraftakt für alle Parteien: Lehrer, Eltern, Schüler und ADD gleichermaßen. Das Positive: die Schulen lernen mit der Zeit zu gehen. Wer hätte das vor einem Jahr noch gedacht?

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