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Lastenradeinsatz im Forst war ein voller Erfolg

Förster Peter Göke mit Klimaschutzmanager Helge Lippert. (Foto: Stadt Mayen)


Im Mayener Forst wurde im letzten Jahr für einen Testzeitraum von Mitte August bis Ende November ein Lastenrad angemietet. Ziel war dabei herauszufinden, für welche Einsatzzwecke sich der Einsatz eines Lastenrades eignet.

Der Einsatz von E-Bikes im Wald ist der Forstverwaltung nicht unbekannt, denn die Forstverwaltung verfügt seit einigen Jahren bereits über zwei E-Mountainbikes, welche sich bisher bewährt haben. Im Zuge der Nutzung ist allerdings aufgefallen, dass insbesondere der sichere Materialtransport von Sägen, Schutzausrüstung, Mess- und Markierungswerkzeugen usw. auf dem Mountainbike schwierig ist.

Das getestete Lastenrad  verfügt über eine große abschließbare Transportkiste, in der sämtliche benötigten Gegenstände sicher und dauerhaft verstaut werden können. „Die Rüstzeiten für eine Fahrt durch das Revier waren dadurch sehr gering“, freut sich Forstwirt Peter Göke und stellt außerdem fest, dass durch die eingebaute Federung und geländegängige Bereifung ein Einsatz in jedem Gelände möglich war. Dies führte soweit, dass auch mit dem PKW schwer zu erreichende Gebiete nun problemlos angefahren werden konnten.

Revierförster Peter Göke führt weiter aus, dass gegenüber der PKW-Nutzung die Fahrt durch das Forstrevier mit dem Lastenrad auch noch weitere Vorteile bietet. Dazu zählen  eine bessere Waldbeobachtung durch die geringere Geschwindigkeit, den freien Blick und die Wahrnehmung von Geräuschen sowie eine gesundheitsfördernde und klimafreundliche Fortbewegung.

Eine weitere Erfahrung ist, dass der Kontakt zu den Erholungssuchenden vom Fahrrad aus oft wesentlich unkomplizierter ist als aus dem Auto heraus. In dem Zusammenhang wird das Lastenrad von den Spaziergängern auch häufig positiv wahrgenommen, da die Ruhe im Wald nicht gestört wird und das Rad eine nachhaltige Alternative zum Geländewagen erkannt wird. Denn gerade im Wald, stellt sich bei vielen Besuchern eine besondere Nähe zur Natur ein, da wird ein Lastenrad als viel passender und weniger störend wahrgenommen als ein PKW.

Nach Abschluss der Testphase wurde festgestellt, dass die Einsätze des Lastenrades insgesamt sehr vielfältig waren. Es wurde neben den täglichen Arbeitseinsätzen auch für Exkursionen genutzt, für Kontrollfahrten oder bei Fahrten zu Terminen. Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten werden auch an den täglich zurückgelegten Distanzen deutlich. Tagesfahrleistungen von 20 Kilometern waren die Regel, hin und wieder wurden auch Strecken über 40 Kilometer zurückgelegt. Die Akkukapazität war auch für diese längeren Strecken voll ausreichend. Diese Zahlen verdeutlichen, dass es sich bei dem Lastenrad nicht um eine „nette Spielerei“ handelt, sondern ein Lastenrad das Potenzial hat einen Forst-PKW zu ersetzen.

Klimaschutzmanager Helge Lippert stellt fest, dass durch den Einsatz des Lastenrades der CO2 Ausstoß der Stadt reduziert wurde und sich die Klimabilanz dadurch verbessert hat. Außerdem sind die laufenden Kosten eines E-Lastenrades deutlich geringer sind als die Kosten eines PKW, wodurch der städtische Haushalt langfristig entlastet wird. Aus den genannten Gründen ist die dauerhafte Anschaffung eines Lastenrades in diesem Jahr fest eingeplant.