Sport

 

Golftalent Nina Hölzenbein: 2028 will sie zu Olympia nach Los Angeles

Nina Hölzebein will hoch hinaus: Olympia 2028 ist das Ziel. (Bild: Archiv)


Die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles sind ihr Ziel. Und der Traum soll wahr werden. Nina Hölzenbein, 16, in Koblenz geboren, in Cochem aufgewachsen und zuhause, gehört zu den größten Golftalenten weit über Rheinland-Pfalz hinaus. Es war 2015 ein Schnupperkurs auf der Anlage des Cochemer Golfclubs, der sie an den Golfsport heranführte.

"Beim ersten Schlag habe ich gespürt, dass sich da etwas entwickelt", erzählt Nina.

Mit zwölf Jahren gibt sie den Tennissport auf, von dem sie glaubt, dass er eine gute Grundlage für Golf ist. Nina Hölzenbein  wird Mitglied im Golfclub Cochem und bald schon stellen sich die ersten Erfolge ein: 2017 wird sie Clubmeisterin in Cochem, 2018 schon kommt sie in den Perspektivkader des Golfverbandes Rheinland-Pfalz und 2019 in den Landeskader. 2020 wechselt sie zum Golfclub Mainz, bleibt aber weiter auch ein Teil des Cochemer Clubs. Schon im Jahr des Wechsels nach Mainz wird sie dort Clubmeisterin. Den Titel gewinnt sie auch 2022.In diesem Jahr kommen die noch größeren Erfolge. Nina Hölzenbein wird Meisterin des Verbandes Rheinland-Pfalz/Saarland und bei den Deutschen Meisterschaften der Damen in München wird sie unter 54 Teilnehmerinnen 13. Und auch beim Turnier von Fußball-Bundesligist Mainz 05 im September brilliert sie. Und schließlich wird sie am 25.September in Weimar Zweite der Deutschen Jugendmeisterschaft. Das ist der vorläufige Höhepunkt einer erfolgreichen Karriere.

Sportlich ist Nina prominent vorbelastet. Ihre Mutter ist weitläufig verwandt mit dem Frankfurter Bernd Hölzenbein, dem Fußball-Weltmeister von 1974. Und Vater Peter, der den Namen seiner Frau angenommen hat, ist ein Enkel von Hans Ruth, der in doppelter Hinsicht für Furore sorgte. Einmal als Mittelstürmer des 1.FC Kaiserslautern in den Kriegsjahren 1940/41, wo er neben Fritz Walter stürmte. Und zum anderen als Vizepräsident des SV Alsenborn und erfolgreicher Bauunternehmer war es Hans Ruth, der die finanziellen Voraussetzungen für das "Fußballwunder von Alsenborn" Ende der 1960er Jahre schuf, als der Dorfverein an der Bundesligatür klopfte.
Peter Hölzenbein betreut seine Tochter. Er setzt sich für sie ein, doch Nina soll den Weg entscheiden. Es geht nicht um jeden Preis. Aber der Weg soll nach Möglichkeit von Cochem über Mainz bis hin zu den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles führen. Dafür wird die ehrgeizige Sportlerin, die inzwischen die Schule in Mainz besucht, alles tun. Und an Olympia glaubt Nina Hölzenbein, bei der großes sportliches Engagement und eine positive Leichtigkeit einhergehen,  fest. Was ihr in diesen sechs Jahren bis Olympia fehlt sind Sponsoren und Förderer, die an sie glauben und auf sie setzen. Trainingsmäßig ist sie in Mainz bestens aufgehoben und auf die Hilfe des Bundesverbandes setzt sie.
Viele Talente wie Nina Hölzenbein gibt es im Sport des Landes nicht. Daher gilt es Sportlerinnen wie sie zu fördern und zu unterstützen. Dabei hofft sie auf eine spätere berufliche Möglichkeit im Bereich der Polizei. Dort, so glaubt sie, kann sie Beruf und Spitzensport in Einklang bringen. Mit 16 weiß Nina Hölzenbein genau was sie will. Im Sport und im Leben. Die Voraussetzungen, eine ganz Große zu werden, sind gegeben.