Zehnkämpfer Kai Kazmirek im Interview mit Aktuell4U.

Kai Kazmirek im Interview: "Die Konkurrenz ist natürlich wesentlich stärker geworden als in Rio"

Zehnkämpfer Kai Kazmirek von der LG Rhein-Wied hat beim ersten Meeting in Götzis die Olympiaqualifikation aus dem letzten Jahr bestätigt. Dennoch war noch Luft nach oben. Wir haben mit Kai Kazmirek nach dem Wettkampf in Götzis und kurz vor dem Wettkampf in Ratingen gesprochen.

Kai, wenn wir mal auf den Zehnkampf in Götzes gucken, wie zufrieden bist du denn mit deiner Leistung, die du da gebracht hast?

Ja, die Mindestanforderungen, also sprich die Bestätigungs-Quali für die Olympischen Spiele habe ich nochmal erreicht. Das waren 8150 Punkte, die zu erreichen waren. Genauso wie Niklas Kaul habe ich die auch übertroffen. Das war schon mal der erste wichtige Schritt in die richtige Richtung. Ansonsten ist noch relativ viel Potenzial nach oben. Wir hatten eine sehr schwierige Vorbereitung. Das Wetter war sehr kalt und nass. In den letzten vier Wochen hatten wir zum Glück endlich den Umschwung. Entsprechend werden die Trainingsleistungen jetzt auch wesentlich besser und schneller.

Du hast es schon gesagt, die Bestätigungsnorm hast du nochmal erreicht. Es war dann Platz 7 mit 8190 Punkten unter dem Strich. Was würdest du sagen? Wie sehr ist das jetzt schon aussagekräftig im Hinblick auf die weitere Saison?

Bei mir ist es auf jeden Fall der erste Schritt in die richtige Richtung. Und wenn das jetzt weiter so geht, dann bin ich zuversichtlich, dass da eine gute Leistungen bei den Olympischen Spielen rauskommt. Der erste Wettkampf ist immer ein bisschen holprig, insbesondere weil wir eine so lange Pause hatten. Im Jahr 2020 war es ja nicht möglich, die Wettkämpfe zu bestreiten, beziehungsweise es war nicht vorgesehen Zehnkämpfe zu machen. Und entsprechend denke ich mal, dass wir alle sehr gut aufgestellt sein werden.

Und wie geht es jetzt weiter? Ist Ratingen am Wochenende der nächste Wettkampf für dich?

Genau, Ratingen ist der nächste Wettkampf. Darauf bereiten wir uns jetzt vor. Wir hatten erst einmal ein paar Tage Regeneration nach Götzis gehabt und ich habe noch eine zweite Corona-Impfung bekommen. Und ja, jetzt geht's wieder los beim Training

Nach dem Wettkampf in Götzes hattest du gesagt, dass einige die Impfung besser vertragen als andere. Wie sah es bei dir aus? Hatte dich das eingeschränkt? Oder war alles soweit in Ordnung?

Ich denke, da spielen viele Komponenten eine Rolle und bestimmt eine Komponente war dann auch diese Impfung. Ich hatte eine relativ starke Reaktion beim ersten Mal und wir hatten eigentlich so eine Phase, in der man viele Umfänge fährt. In der Phase ist man eigentlich nicht so gut und wenn man dann ein bisschen Ruhe reinbringt, die Füße hochlegt, dann die Einheiten auf sechs, sieben Einheiten die Woche reduziert, dann werden die Leistungen besser. Bei mir war es genau umgekehrt. Und da hat man natürlich auch ein paar Gründe gesucht, man hat auch ein großes Blutbild gemacht. Aber die Ärzte haben dann auch ihr OK gegeben und entsprechend bin ich dann auch gestartet.

Damian Warrner hat in Götzes gewonnen hat mit fast 9000 Punkten. Wie siehst du das? Ist das vielleicht schon ein bisschen zeitig im Jahr oder kommt dann da vielleicht sogar noch mehr?

Ist schwierig zu sagen. Er hat natürlich sehr gute Bedingungen vor Ort. Ich weiß nicht, wie seine Trainingsbedingungen waren in Kanada, wie er die Impfungen vertragen hat und so weiter und so fort. Also da spielt vieles mit in die Karten, aber wir werden sehen. Ich denke mal, in Tokio wird es weniger darum gehen, eine Bestleistung aufzustellen, als da sich zu gut zu platzieren.

Hast du vielleicht schon für dich selber irgendwie was ausgegeben, wie es in Tokio laufen soll? Ähnlich wie in Rio von der Platzierung? Gibt's da irgendwelche Vorgaben von deiner Seite her?

Ja, die Konkurrenz ist natürlich wesentlich stärker geworden als in Rio. Entsprechend bin ich da eigentlich schon zufrieden, wenn ich in die Top 8 komme. Alles andere wird man dann vor Ort sehen, was möglich ist.

Vielen Dank und viel Erfolg auf dem Weg nach Tokio. Das Gespräch führte Max Demann. 

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