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Oberliga-Vorschau: 11. Spieltag

Das letzte Spiel zwischen Karbach und Mülheim-Kärlich endete 5:1 für die morgigen Gäste. Daniel Aretz (links in weiß) traf per Elfmeter und wird morgen verletzt fehlen. (Foto: SG 2000 Mülheim-Kärlich)


Der letzte Spieltag der Hinrunde in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar Staffel Nord steht vor der Tür und die Mannschaften aus der aktuell4u-Region möchten diese am liebsten mit einem Sieg abschließen. Auf dem Quintinsberg kommt es am Samstagnachmittag zum Derby zwischen Karbach und Mülheim-Kärlich.

1. FC Kaiserslautern U21 – TuS Koblenz (Samstag, 9. Oktober, 14:00 Uhr):

Für die TuS Koblenz geht es am Samstag in die Pfalz. Gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern gilt es für die Schängel darum, an die Leistungen der letzten Spiele anzuknüpfen. TuS-Trainer Anel Dzaka erwartet eine junge, sehr talentierte Mannschaft: „Lautern ist eine sehr spielstarke Mannschaft, die jedoch öfters Probleme gegen den Ball hat und defensiv fahrlässig agiert. Deswegen müssen wir immer dranbleiben, die Räume eng machen und gegen den Ball arbeiten, denn Vorne haben wir immer die Qualität ein Tor zu machen.“ Verzichten muss der Coach dabei auf Angreifer Dominic Fuß, der sich im Training verletzt hat. Außerdem fehlt dem Tabellen-Achten Rechtsaußen Alen Muharemi, der beruflich verhindert ist und die beiden Langzeitverletzten Eldin Hadzic (Schulter) und Ozan Ekici (Kreuzbandriss). Fraglich ist ebenfalls der Einsatz von Stürmer German Kurbashyan. Zufrieden war Anel Dzaka mit der Leistung beim letzten Heimspiel gegen Salmrohr (5:2): „Ich war sehr einverstanden mit der Leistung, auch wenn wir die beiden Gegentore wieder zu einfach bekommen haben. Es war nicht selbstverständlich nach zwei Rückschlägen wieder so zurückzukommen. Die Jungs haben sich belohnt, denn Siege kann nichts ersetzen. Die Leistung hat schon gegen Karbach gestimmt (2:2) und jetzt hat sie auch 3 Punkte eingebracht. Gegen Kaiserslautern müssen wir uns auf die Basisaufgaben konzentrieren: Wille und Zweikampfverhalten. Gegen den Ball haben wir genug Qualität und wollen in jedem Spiel Punkte holen.“ Anpfiff in Kaiserslautern gegen den Tabellen-Fünften ist morgen um 14 Uhr.

FSV Salmrohr – FV Engers (Samstag, 9. Oktober, 15:30 Uhr):

Am Mittwochabend musste der FV Engers in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar, Gruppe Nord, gegen den SV Eintracht Trier nachsitzen. Die Eintracht unterstrich beim 4:0 (0:0)-Auswärtserfolg am Engerser Wasserturm ihre derzeitige Ausnahmestellung in der Liga und führt nun die Tabelle mit sieben Punkten Vorsprung an. Für den FVE gilt es den Schock schnell zu verarbeiten. Am Samstag um 15.30 Uhr steht die nächste Pflichtaufgabe beim FSV Salmrohr auf dem Programm.

Der Ärger und die Enttäuschung im Engerser Lager hielt sich nach dem 0:4 in Grenzen. FVE-Trainer Sascha Watzlawik hatte die Partie bereits im Vorfeld als Bonusspiel bezeichnet. Bei einem Punktgewinn hätten die Engerser ihren 6. Platz in der Tabelle, der zur Teilnahme an den Play-offs zur Meisterschaft berechtigt, festigen können. So aber beträgt der Abstand zu Platz 7 weiter nur zwei Punkte. Der FVE ist in Salmrohr zum Siegen verdammt, will man nach dem letzten Spieltag in der Hinrunde weiter über dem Strich stehen. Während Engers zu Hause gegen Trier laut Watzlawik „nach sehr guter erster Halbzeit, in der zweiten Halbzeit eine kleine Lehrstunde nehmen mussten“, verlor der FSV ebenfalls am Mittwochabend im Rheinlandpokal bei der SG Hochwald-Zerf mit 1:2. Auch in der Meisterschaft läuft es für den Ex-Mayener und Engerser Lars Schäfer auf der Trainerbank nicht gut. Dreizig Gegentore sprechen eine eindeutige Sprache über die Schwachstellen der Moselaner. Doch ob der FVE mit seinen derzeitigen Torqualitäten - 11 Treffer in zehn Spielen - in Salmrohr zu drei wichtigen Punkten kommen kann, scheint fraglich. Die Angreifer um Sören Klappert sind nicht so treffsicher, wie in den Vorjahren. „Hinten stehen wir stabil. Vorne muss endlich der Knoten richtig platzen“, hofft Watzlawik auf drei Punkte. Hinter den Einsätzen von Manoel Splettstößer und Leon Gietzen stehen noch Fragezeichen.

FC „Blau-Weiß“ Karbach – SG 2000 Mülheim-Kärlich (Samstag, 9. Oktober, 16:30 Uhr):

Derbyzeit auf dem Quintinsberg in Karbach. Der Tabellendritte empfängt zum Ende der Hinrunde in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar Staffel Nord die SG 2000 Mülheim-Kärlich. Das letzte Aufeinandertreffen im Herbst vergangenen Jahres konnte Mülheim-Kärlich mit 5:1 deutlich für sich entscheiden. Diesmal sind die Vorzeichen andere: Karbach geht als Favorit in die Partie.

Beide Mannschaften mussten am vergangenen Wochenende eine Pleite hinnehmen. Während Karbach noch immer auf Rang drei in der Tabelle platziert ist, rutschte die Mannschaft von Thomas Arzbach nach drei Spielen ohne Sieg in die untere Tabellenhälfte ab. FCK-Trainer Maximilian Junk fordert seine Spieler jedoch dazu auf, den aktuellen Negativtrend der Gäste mit Vorsicht zu genießen: „Wir tun gut daran uns nicht mit der Serie von Mülheim zu beschäftigen und uns auf unsere Leistung zu konzentrieren. Mülheim hat nach wie vor eine besonders körperlich sehr robuste Mannschaft.“ Dennoch wäre ein Sieg zum Abschluss der Hinrunde besonders wichtig. „Das Spiel am Samstag kann richtungsweisend sein für die Rückrunde. Mit einem Sieg kann man sich das erste Mal wirklich ein wenig absetzen. Wir wollen zu Hause unbedingt gewinnen“, so Junk. Ein entscheidender Faktor könnte die Rückkehr von Torjäger Max Wilschrey sein, der zuletzt drei Spiele gesperrt fehlte. Ohne den Stürmer war das Offensivspiel der Karbacher von Harmlosigkeit geprägt. Das weiß auch Trainer Junk: „Die Rückkehr von Max ist enorm wichtig für uns. Wie erhoffen uns durch ihn die nötige Durchschlagskraft die zuletzt ein wenig gefehlt hat.“

Karbach muss auf Michael Kohns, Julian Hornetz, Mathias Fischer und Kapitän David Peifer verzichten.

SV Gonsenheim – TSV Emmelshausen (Sonntag, 10.Oktober, 15:00 Uhr):

Wettbewerbsübergreifend vier Spiele in Folge hat der SV Gonsenheim nun gewonnen. Mit 16 Punkten rangieren die Gastgeber auf Platz vier, Punktgleich mit dem Tabellendritten und neun Punkte vor Emmelshausen. Zudem ist Gonsenheim die Mannschaft, die bisher als einziges dazu in der Lage war, Trier zu besiegen. Der TSV Emmelshausen hingegen belegt schon seit längerer Zeit den letzten Tabellenplatz, hat sieben von zehn Spielen verloren und nur in drei Partien überhaupt einen Torerfolg feiern können. Die Vorzeichen sind also klar. Dennoch gibt es Dinge, die den Gästen und Außenseitern Hoffnung machen. Zum einen gelang Emmelshausen am vergangenen Wochenende der langersehnte zweite Saisonsieg, auch dank einer starken Defensivleistung, indem man zum zweiten Mal ohne Gegentor bleib. Zum anderen mussten die Gastgeber unter der Woche im Südwestdeutschen-Pokal ran und konnten die Partie gegen den unterklassigen VfR Baumholder erst in der Verlängerung gewinnen. Somit dürfte die Mannschaft von TSV-Interimstrainer Philipp Frank deutlich ausgeruhter sein. Frank weiß auch von der Chance, die sich seinem Team bildet, ohne dabei den Gegner zu unterschätzen: „Ein Sieg wäre natürlich ein Riesending für uns, zumal wir auch die Möglichkeit haben das Schlusslicht abzugeben. Jedoch wissen wir aber auch, dass ein extrem schwerer Brocken auf uns wartet. Wir gehen aber auf jeden Fall mit einem guten Gefühl in die Partie.“

Bei dieser schweren Auswärtsaufgabe stehen hinter einigen Spielern des TSV Emmelshausen allerdings noch ein paar Fragezeichen, bezüglich eines Einsatzes am Sonntag. Boubacar Barry, Fabian Nass und Bastian Decker haben einen grippalen Infekt. Bei Dennis Schröder ist das Abschlusstraining abzuwarten. Lukas Seis und Nicolas Bruchmann haben Trainingsrückstand und werden nicht dabei sein.