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Oberliga-Vorschau: 13. Spieltag

Der 13. Spieltag in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar Staffel Nord steht an. (Bildrechte am Ende des Textes)


Am Samstag geht es in der Oberliga hoch her. Der Tabellenführer TuS Koblenz empfängt den zweitplatzierten TSV Schott Mainz zum Top-Duell ins Stadion Obewerth. Ebenfalls findet eine spannende Neuauflage des Rheinlandpokalfinales von 2022 zwischen dem FV Engers und "Blau-Weiß" Karbach statt. 

TuS Koblenz - TSV Schott Mainz (Samstag, 22. Oktober, 14 Uhr):
 



Es geht zur Sache: Am morgigen Samstag, 22. Oktober, empfängt Tabellenführer TuS Koblenz den zweitplatzierten TSV Schott Mainz. Das Spitzenspiel der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar Gruppe Nord wird um 14 Uhr im Stadion Oberwerth angepfiffen.

Der Gast aus Mainz reist mit 23 Punkten aus zehn Spielen nach Koblenz, ist in der Liga seit dem 10. August ungeschlagen und stellt mit 36 Toren aus zehn Spielen die mit Abstand gefährlichste Offensive der Liga: Kantersiege gegen Waldalgesheim (7:0), die Sportfreunde Eisbachtal (7:1) und den TuS Kirchberg (7:0) belegen die Offensivstärke der Mainzer eindrucksvoll. Mit Johannes Gansmann (10 Tore), Edis Sinanovic (8 Tore) und Etienne Portmann (6 Tore), stellt der TSV Schott Mainz derzeit drei der fünf torgefährlichsten Spieler der Nordstaffel.

Die offensivstärkste Mannschaft der Liga, die ein Spiel weniger als die Schängel absolviert hat, trifft auf die defensivstärkste Mannschaft der Liga: Erst vier Gegentore musste die TuS Koblenz hinnehmen, in der Festung Oberwerth in dieser Saison bisher nur eins. Im Hinspiel überzeugten die Mainzer durch viel Kontrolle und Offensivdrang und konnten das Spiel in der Nachspielzeit durch ein Distanztor zum 2:1-Endstand für sich entscheiden, die TuS hielt aber über 90 Minuten gut dagegen und hätte um ein Haar selbst die Führung erzielt und die drei Punkte aus Mainz entführt. Die einzige Niederlage der TuS Koblenz in dieser Saison und die Chance auf Wiedergutmachung sollten der TuS also Ansporn sein, morgen eine Top-Leistung auf den Platz zu bringen, um Punkte zu holen.

FV Engers – FC „Blau-Weiß“ Karbach (Samstag, 22. Oktober, 15:30 Uhr):

Erneute Neuauflage des Rheinlandpokalfinales von 2022 im Stadion am Wasserturm. Pokalsieger Engers empfängt den damals knapp unterlegenen FC Karbach. Auch momentan haben die Gastgeber in der Tabelle der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar Staffel Nord die Nase vorn.

Der FV Engers belegt derzeit mit 21 Zählern einen ausgezeichneten dritten Tabellenplatz. Dabei hat die Mannschaft von Sascha Watzlawik sogar noch ein Spiel Rückstand.

Es ist das erste von zwei Duellen der beiden Vertreter des Fußballverbands Rheinland innerhalb von nur elf Tagen. Bereits am 2. November treffen die beiden Teams im Achtelfinale des Rheinlandpokals wieder aufeinander. Dann sind allerdings die Karbacher Gastgeber. „Das sind für beide Vereine richtungsweisende Spiele. Beide wollen sich so früh wie möglich für die Meisterrunde qualifizieren und möglichst im Pokal überwintern“, hofft der Engerser Trainer Sascha Watzlawik auf einen Heimsieg. Die personelle Situation hat sich in den vergangenen Tagen auch wieder deutlich verbessert beim FVE. So konnten auch Kevin Lahn und Manuel Simons wieder am Training teilnehmen.  „Die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass unser Kader gut aufgestellt ist und wir solche Rückschläge nun besser wegstecken können.“, so Watzlawik. Dass, das gelingen kann zeigte die Partie in Eisbachtal. So lieferten der lange Zeit verletzte Daniel Fiege auf der ungewohnten Innenverteidigungsposition und Niklas Hermann in der Offensive ein sehr Spiel ab. Auch die Leistungskurve der Gäste zeigt nach oben. So fegten die Gäste am Samstag die TSG Pfeddersheim Dank vier Treffer von Max Willschrey mit 5:1 vom Platz. „Das war schon ein Ausrufezeichen. Zudem wurde in den letzten Tagen noch ein kanadischer Offensiv-Fußballer verpflichtet.“, spricht Watzlawik von einem 50:50-Spiel, wie „immer in den vergangenen Jahren.“

Mit einem Sieg könnte der FVE den Vorsprung auf den großen Rivalen aus dem Hunsrück auf zehn Punkte ausbauen. Da im Spitzenspiel der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar Nord Tabellenführer TuS Koblenz den TSV Schott Mainz erwartet, könnte Engers je nach Ausgang der Partie in Koblenz mit drei weiteren Punkten auch zum Führungsduo aufschließen.

Der FC Karbach hatte einen holprigen Start in die Saison. Nach ansteigender Formkurve gab es zuletzt eine überraschende Niederlage gegen Aufsteiger Kirchberg. Diesen Rückschlag konnte die Mannschaft von Maximilian Junk jedoch gut verkraften und am vergangenen Wochenende einen 5:1-Erfolg gegen den Tabellennachbarn aus Pfeddersheim einfahren.

Im Hinspiel trennten sich die beiden Mannschaften mit einem 2:2-Unentschieden. Damals konnte Karbach noch in letzter Minute den Ausgleich erzielen, weshalb sich das Spiel für Engers wie eine Niederlage anfühlte.

Alles in allem geht die Heimmannschaft dennoch als Favorit in die Begegnung. Schließlich ist der FVE in der Liga seit vier Spielen ungeschlagen. Außerdem trennen die beiden Mannschaften sieben Punkte in der Tabelle.

Hoffnung macht Karbach sicherlich der deutliche Heimsieg vom vergangenen Wochenende und die moralische Leistung im Rückspiel gegen Engers. Mit Max Wilschrey hat der FC Karbach zudem den Führenden der Torjägerliste in seinen Reihen. Ob er seinen Viererpack vom letzten Spiel wiederholen kann wird sich zeigen.

Maxi Jung: „Die Spiele gegen Engers waren in letzter Zeit immer brutal intensiv und umkämpft. Häufig mit dem besseren Ende für Engers. In der Hinrunde konnten wir mit einer guten kämpferischen Leistung zumindest einen Teilerfolg erringen, der uns auch Mut für das kommende Spiel geben sollte. Engers ist eine der drei Topmannschaften dieser Liga und bisher hat es uns immer ganz gut getan nicht in der Favoritenrolle zu stecken. Nur wenn bei uns alles passt und wir unsere Umschaltmomente eiskalt ausspielen, können wir erfolgreich sein.“

Mülheim-Kärlich – Ahrweiler BC (Freitag, 21. Oktober, 20:00 Uhr):

Zum Rückrundenauftakt muss der Ahrweiler BC nach Mülheim-Kärlich reisen. Die SG 2000 steht derzeit auf dem 6. Tabellenplatz und liebäugelt mit einem Platz in der Meisterrunde.

Davon sind die Kurstädter weit entfernt. Nur einen Sieg konnte der ABC in der Vorrunde erringen, steht mit ganzen sechs Punkten auf dem letzten Platz der Nord-Gruppe.

Ahrweiler´s neuer Trainer Heinz Joachim Schmickler sah beim 0:2 beim Tabellenführer TuS Koblenz gute Ansätze. „Gerade defenisiv haben wir gut gestanden.“

Das wird auch gegen Mülheim-Kärlich wichtig sein. Das Trio Aretz (4), Rönz (5) und Steinmetz (6) sorgte für 15 der bislang 17 Tore. Diese gilt es weitestgehend auszuschalten. „Auf diese drei müssen wir gut aufpassen aber auch generell. Mülheim-Kärlich verfügt über eine gestandene, fitte Truppe. Sie sind eingespielt und robust.“

Die Ahrstädter schauen positiv in das Spiel. „Wir müssen gut stehen, dürfen aber auch das Spiel nach vorne nicht vernachlässigen.“ sagt Ahrweilers neuer Trainer Schmickler. Personell kommen mit Finn Götte und Younes Sidi Adda zwei wichtige Spieler in den Kader zurück.