TuS Rot-Weiß Koblenz (links: Marko Stojanovic) holte in dieser Saison das Optimum von sechs Punkten gegen den FSV Frankfurt.

Spielbericht: Rot-Weiß Trainer Heiner Backhaus ist stolz auf seine Truppe

Heiner Backhaus schloss sein Statement im Presseraum der PSD Bank Arena mit den Worten: „Ich hoffe, wir sehen uns wieder im nächsten Jahr.“ Es deutet momentan doch einiges daraufhin, dass es so kommen wird. Will heißen: TuS Rot-Weiß Koblenz hat sich im Abstiegskampf der Fußball-Regionalliga Südwest eine hervorragende Ausgangssituation verschafft. Die Mannschaft steht nach 32 von 42 Saisonspielen mit 44 Zählern auf Rang zehn – das ist ein Polster von neun Punkten auf den ominösen Strich.

Sechs von diesen 42 Punkten holte das Team von Trainer Backhaus gegen den ehemaligen Zweitligisten FSV Frankfurt. Ende Oktober gewannen die Rot-Weißen im heimischen Stadion Oberwerth mit 1:0, am Samstag setzte es sich am Bornheimer Hang mit 2:1 (2:1) durch. Bei Backhaus und seinem FSV-Kollegen Thomas Brendel herrschte Einigkeit darüber, dass die Gäste die Punkte verdient mit nach Hause nahmen. Dazu trugen die Leistungen beider Mannschaften bei. Koblenz ließ die Hausherren mit starkem Defensivverhalten und seinem Spiel gegen den Ball nicht viel zu. Zudem sorgte der Tabellenzehnte im Umschaltspiel immer wieder für Gefahr.

„Die Leistung war super. Das Ergebnis und die Art und Weise wie wir gespielt haben, machen mich stolz. Im Rahmen unserer Möglichkeiten waren wir bei 100 Prozent“, resümierte Backhaus. Thomas Brendel stimmte dem zu, sah dass der Gegner die entsprechenden Charaktereigenschaften an den Tag legte, sparte jedoch auch nicht mit Kritik an seiner eigenen Elf: „Heute hat man nicht gesehen, wer gegen den Abstieg spielt und wer noch den einen oder anderen Platz im oberen Tabellenbereich gutmachen will. Ich bin sehr enttäuscht. Zu viele Spieler erreichten nicht die Leistungsgrenze. Die ersten 30 Minuten waren unsere schlechtesten in dieser Saison.“

Mustafa und Fouley bringen Rot-Weiß Koblenz früh in Führung

Das kam auch im Ergebnis zum Ausdruck. Nach 19 Minuten lag Koblenz bereits mit 2:0 in Führung. Valdrin Mustafa (7.) und Quentin Fouley (19.) überwanden Daniel Endres. Zunächst bereitete Kapitän Fouley mit einem Freistoß vor, und Mustafa musste nach einem Pfosten-Kopfball von Ahmet Sagat nur noch abstauben. Dann legte der Franzose per 20-Meter-Distanzschuss über Frankfurts Schlussmann Endres hinweg nach. Auch der FSV-Anschlusstreffer brachte die Backhaus-Elf nicht ins Wanken. Aus einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung resultierte das 1:2 durch Muhamed Alawie (41.). „Wir haben das Spiel unnötig scharf gemacht“, kommentierte der Trainer die Szene und spannte gleich den Bogen zu ausgelassenen Großchancen. Valdrin Mustafa in etwa hätte noch vor der Pause den alten Abstand wiederherstellen können.
Somit blieb’s spannend, doch es änderte sich nichts daran, dass die Gäste mit viel Leidenschaft, Intensität und starker Laufleistung kaum etwas zuließen. Ein Kopfball von Arif Güclü, ein geblockter Versuch von Emir Sejdovic – mehr brachte der FSV nicht zu Stande.

Frankfurt: Endres – von Schroetter, Sawaneh (76. Burdenski), Nothnagel, Sierck (81. Muhic) – Azaouagh (81. Sejdovic), Bazzoli – Darwiche (62. Kelati, 81. Häuser), Alawie, Straub – Güclü.
Koblenz: Gayé – Spang, Schell, Miotke, Stojanovic – Sabani (79. Müller) – Köhl (46. Klein), Göttel (76. Göckan), Fouley, Sagat (66. Weidenbach) – Mustafa.
Schiedsrichter: Manuel Digeser (Starzach).
Zuschauer: keine zugelassen.
Tore: 0:1 Valdrin Mustafa (7.), 0:2 Quentin Fouley (19.), 1:2 Muhamed Alawie (41.).

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