Wir machen AUFmerksam: Katja Küster-Schmitt und Markus Schmitt hoffen auf viele Unterstützer und Modeläden aus der Region, um die große Sorge um die Zukunft der Branche und die damit verbundenen Arbeitsplätzen bewusst zu machen. Fotos: privat

Modebranche: Vom Lockdown zum Exitus

Der Modehandel gehört zu den Branchen, die vom wiederholten Corona-Lockdown am stärksten betroffen sind. Uwe Bernecker vom Frankfurter Modelabel Funky Staff ruft daher nun gemeinsam mit Günter Nowodworski, Inhaber der Agentur Now Communication, zu einer Protestaktion auf, mit der die Modebranche an ihre missliche Lage erinnern will. Die Aktion mit dem Namen "Wir machen AUFmerksam" wird am 11. Januar um 11 Uhr starten. Die Forderungen: Die Gleichbehandlung mit der Gastronomie, die Wiedereröffnung des derzeit geschlossenen lokalen Einzelhandels oder, alternativ, angemessene Entschädigungen. Um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen, haben die Initiatoren zwei Plakate entwickelt. Möglichst viele Modehändler sollen die ausgedruckten Plakate in ihre Schaufenster hängen und sich sowie die Mitarbeiter mitsamt Plakat fotografieren. Die Fotos, so die Idee, sollen anschließend über möglichst viele Social-Media-Kanäle verteilt werden. "Es geht um Leben oder das Ende der Branche…ich glaube, dass das vielen noch nicht klar ist. Der Schaden, der ab Montag noch zusätzlich zu erwarten ist, ist nicht mehr reparabel", so Katja Küster-Schmitt und Markus Schmitt vom Modehaus Küster in Mayen, die sich große Sorgen um den Bestand ihres Modehaues und vor allem ihre Mitarbeiter machen und die Aktion umfangreich unterstützen. Und beide weisen nachdrücklich darauf hin, “…  dass nicht nur die Existenz Mayens, sondern aller Innenstädte auf dem Spiel steht und durch die Lockdown-Maßnahmen im wahrsten Sinne zu Grabe getragen werden.“
Anders als viele andere Händler hätte die Modebranche "verderbliche Ware" in den Regalen, die sich in anderen Jahreszeiten kaum bis gar nicht mehr verkaufen lassen. Zudem müsse ständig Platz geschaffen werden für nachkommende Artikel. 65 Prozent des stationären Handels seien, so Markus Schmitt weiter, seien durch die Pandemie-Maßnahmen unmittelbar betroffen. Es drohe nicht nur das AUS dieser Betriebe, sondern es "gleicht einer staatlich angeordneten Hinrichtung." Gleichzeitig wird von den Initiatoren allerdings betont, man rufe ausdrücklich nicht zu Demos oder zu Ladenöffnungen auf, sondern wolle sich an Regeln und Vorschriften halten. Und auch Verbraucher werden aufgefordert, sich der Aktion anzuschließen und die Unternehmen zu unterstützen.

 

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