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Simone Busch vom AC 1927 Mayen am Start bei den Hockenheim-Classics

Simone Busch bei den Hockenheim-Classics. (Bild: AC 1927 Mayen e.V.)


Am 10.-11. September-Wochenende fanden auf der baden-württembergischen Traditionsrennstrecke die Hockenheim-Classics statt. Simone Busch, die wie immer unter der Bewerbung des AC 1927 Mayen e.V. an den Start ging, berichtete uns von ihren Eindrücken, Erlebnissen und Erkenntnissen dieser tollen Veranstaltung.

Simone Busch's Erlebnisbericht:

Etwas durchwachsen und unberechenbar war nicht nur das Wetter, sondern auch meine Leistung und damit auch die Ergebnisse.

Auf einer sehr verölten und nassen Strecke, kam ich im Zeittraining schlecht zurecht, war 3-mal abseits der Piste und somit ergab sich ein enttäuschender 16. Platz in der Startaufstellung für beide Wertungsläufe.

Im ersten Wertungslauf entschied ich mich für eine Trockenabstimmung. Leider ging der Poker nicht auf, da im ersten Renndrittel Nieselregen einsetzte... ich hatte dann alle Hände voll zu tun, meinen Reynard auf Slicks auf der Strecke zu halten... somit blieb leider nur Platz 13 auf der Strecke und Platz 12 in der GLP.

Im zweiten Wertungslauf standen wir und bereits fast alle Starter auf Slicks im Vorstart, dann setzte sehr überraschend ein starker Regenschauer ein.... Dank meines großartigen Teams (Daniel, Julian, Papa Klaus, Frank), die im Vorstart, mit vereinten Kräften, bei mir und meiner Teamkollegin beide Autos komplett auf Regen umgebaut haben, konnten wir auf Regenreifen starten. Dieses Mal lag ich mit der Abstimmung goldrichtig und konnte sofort Positionen gut machen.

Ich kämpfte bereits mit Marco Werner (3-facher Le Mans Sieger mit Audi) und einem weiteren Konkurrenten. In der Parabolika verlor ich dann beim Beschleunigen auf Aquaplaning mein Auto und drehte mich um 360 Grad bei 140 km/h. Dies kostete mich viel Zeit und einige Positionen. Ich erreichte noch den 6. Platz auf der Strecke und einen 4. Platz in der GLP. 

Trotz eines eher durchwachsenen Wochenendes blieben auch sehr viele positive Eindrücke.

Als allererstes möchte ich da mein Team erwähnen, das trotz einiger Rückschläge immer für mich da war. 

Eins meiner absoluten Highlights war es, mit einer lebenden Rennlegende gemeinsam auf der Strecke und im Fahrerlager zu sein. Ob auf der Rennstrecke als Gegner oder abends beim Grillen als Kumpel war Marco immer für einen Tipp bereit und einfach ein toller Kollege.

Leider habe ich bei dem Versuch ihn in seinem Formel Ford einzuholen, zu früh zu viel gewagt. So bleibt mir nur die Erkenntnis von Platz 16, mit Marco um Platz 4 gekämpft und ca. 20 m hinter ihm einen Riesen Dreher hingezaubert zu haben. Nach dem Rennen hat er mich damit aufgezogen, dass ich zwar von Runde zu Runde mutiger wurde und ihm näher kam, er aber dann meinen Dreher aus nächster Nähe in seinem Rückspiegel beobachten konnte.

In drei Wochen werde ich bei der FFR (Formel Ford Racing) als Gaststarterin in Hockenheim teilnehmen. Vielen Dank an die Organisation für die Chance in dieser internationalen Serie starten zu können.