Beim Sommermärchen, der Fußball-Weltmeisterschaft 2006, in Deutschland fieberte Mario Adorf beim Spiel Deutschlang gegen Argentinien (4:3-Sieg nach Elfmeterschießen) im Vereinsheim des TuS Mayen mit. Auch unter den Fans, der kürzlich verstorbene, frühere Intendant Pavel Fieber (links). Archivfoto: Seydel

Mario Adorf und der Fußball:

Ein 3:9 bedeutete für den Torwart das Karriereende.

Ein großer Sportler war der große Schauspieler, der am 8.September 2020 90 Jahre alt wird, nie. Mario Adorf hatte aber doch einiges mit Sport zu tun: als er an der Uni Mainz bei Prof. Holzamer  (Dem ersten  Intendanten des ZDF)  Theaterwissenschaften studierte, da nahm er bei dem legendären Sportprofessor Berno Wischmann Unterricht im Boxen und im Fechten. Es sollte ihm bei seinen späteren Filmen helfen. Prof. Wischmann war in den 1950 er Jahren der Erfolgstrainer der Leichtathleten bei Rot-Weiß Koblenz gewesen.

Ob sich Mario Adorf noch daran erinnern kann, dass er vor zehn Jahren zu seinem Achtzigsten der Zeitschrift 11 Freunde ein Interview gab? Damals spielte er auf St.Pauly in dem Film  „Gegengerade“ einen Bierbudenbesitzer, der seinen Laden direkt hinter der Tribüne am Millerntor hatte. Adorf erzähle in dem Gespräch, sein Lieblingsclub sei Schalke 04 mit Szepan, Kuzorra und Klodt gewesen. Einmal habe er die Schalker von  Mayen aus in Koblenz gesehen, wo sie gegen TuS Neuendorf  spielten.

Und noch einen besonderen Verein gab es in seinem Fußballerleben. Rheinland Mayen. Hier spielte er bis zur B-Jugend. Im Tor. Die Mutter, die Schneiderin war, hat ihm eine Torwarthose und Knieschützer genäht. Die Knieschützer waren aus einem alten Hüfthalter. Die hätten zwar den harten Untergrund auf den Fußballplätzen in der Eifel ein wenig abgefedert, aber zugleich habe er sich geschämt, weil die nicht schwarz oder weiß, sondern rosa waren.  Nach einem 3:9 der Rheinländer bei einem Spiel in der Eifel war die Karriere des Torwarts Mario Adorf beendet.

Später, so erzählt er, sei er einige Male für den „FC Schmiere“ aufgelaufen, u.a. mit Dieter Hildebrandt und Sammy Drechsel von der Münchener Lach-und Schießgesellschaft. Einmal haben sie gegen  die WM –Mannschaft von 1954 gespielt, mit Fritz und Ottmar Walter, Werner Liebrich und  Horst Eckel. Fritz Walter, zehn  Jahre älter als Mario Adorf, hat er später mehrfach getroffen.

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