2023 erlebt Rheinland-Pfalz einen beeindruckenden Anstieg der Mitglieder in Sportvereinen, mit dem 1. FC Kaiserslautern an der Spitze und einer bemerkenswerten Zunahme weiblicher Mitglieder.

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13378287 Kinder, Jugendliche und erwachsene Menschen gibt es 2023 in den 5838 Sportvereinen des Landessportbundes Rheinland-Pfalz. Das sind 37 862 Mitglieder oder 2,82 Prozent mehr gegenüber dem Vorjahr und der fast dramatische Mitgliederschwund des Coronajahres 2020 ist damit längst ausgeglichen. Bei den Sportvereinen indes gibt es einen Rückgang um 72. Mit 5838 Vereinen ist das der niedrigste Stand seit 1992. Der Zusammenschluss von Vereinen geht weiter, einige sind auch der Pandemie zum Opfer gefallen.

Die Fußball-Bundesliga präsentiert die mitgliederstärksten Vereine. Der 1. FC Kaiserslautern ist die Nummer 1 mit 23 000 Mitgliedern, aber Mainz 05 mit inzwischen 18 000 Mitgliedern holt kräftig auf. Der größte Verein im Norden des Landes ist mit 6200 Mitgliedern der Deutsche Alpenverein Koblenz an vierter Stelle im Landessportbund. Die größten Fachverbände sind in der Reihenfolge Fußball mit 410 000 Mitgliedern, Turnen mit 300 000 Mitgliedern, Tennis mit 81 000 und die Leichtathletik mit 50 000.

Die meisten Mitglieder gibt es mit rund 340 000 (26 Prozent) in der Altersklasse der 41- bis 60-Jährigen, gefolgt von 300 000 (22 Prozent) in der Altersklasse ab 61 Jahren. 16 Prozent der Mitglieder, das sind 225 000, kommen aus der Gruppe der 7-14-Jährigen und 15 Prozent, 210 000, machen die 27- bis 40-Jährigen aus. Kinder unter 6 Jahren sind mit 80 000 an der Zahl (5 Prozent) Mitglieder der Sportvereine. Und besonders erfreulich ist diese Zahl: waren 1995 noch 35 Prozent der Mitglieder weiblichen Geschlechts, so sind es 2023 bereits 40 Prozent, Tendenz steigend.

Rund 38 000 eingetragene Vereine gibt es in Rheinland-Pfalz. Und fast jeder zweite Bürger des Landes ist ehrenamtlich tätig. Der Sport ist die größte Bürgerbewegung des Landes. Die Sportvereine sind ein nicht austauschbarer sozialer und gesellschaftlicher Faktor. Zu ihrer Arbeit in den Bereichen Jugendarbeit, Sport für behinderte Menschen, Inklusion und Integration, im Spitzen- und im Breitensport, als Faktor der Kommunikation und für ein Miteinander von Menschen unterschiedlichster Herkunft gibt es keine Alternative. Und Sportvereine sind auch ein Bildungsfaktor von hohem Wert.

Diese Sportvereine in unseren Dörfern und Städten bringen die Menschen zusammen, sie schaffen Aktivitäten und Bewegung, sie machen aus dem Sport ein Erlebnis des Kennenlernens und des miteinander Lebens. Sportvereine waren nie wichtiger als jetzt. Sie werden gebraucht, weil in ihnen zu einem für jedermann finanzierbaren Preis etwas stattfindet, was wir so sehr benötigen: Zusammenhalt und beieinander sein.