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Verkehrsunfallbilanz der Polizeidirektion Neuwied 2021

Die Polizeidirektion Neuwied hat für das Jahr 2021 die Verkehrsunfallbilanz veröffentlicht. (Foto: Red.)


Die Polizeidirektion Neuwied verzeichnet für 2021 einen leichten Rückgang bei der Gesamtzahl der Verkehrsunfälle um ungefähr 1,9 Prozent. Insgesamt kam es zu 8.632 Unfällen. Diese führten jedoch zu einem geringfügigenr Anstieg der Gesamtzahl der Verunglückten.

Jeder fünfte Unfallverursacher entfernte sich unerlaubt vom Unfallort. Annähernd 42 Prozent können jedoch im Nachhinein ermittelt werden. Damit konnte die Aufklärungsquote im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden.

Zuwachs bei der Unfallbeteiligung von Kindern

Ein leichter Anstieg ist bei den Unfällen mit Beteiligung von Kindern zu verzeichnen. Insgesamt liegt der Wert jedoch unter dem 5-Jahres-Mittelwert. Die  Anzahl der verletzten Kinder ist nahezu konstant zum Vorjahr. Verletzte Kinder sind zu 38 Prozent als Mitfahrende in Fahrzeugen, also passiv, beteiligt.

Positive Tendenz bei der Unfallbeteiligung junger Menschen

Die Unfallbeteiligung junger Menschen (15 bis 24 Jahre) zeigt langfristig eine positive Tendenz. Die Anzahl verunglückter Jugendlicher und junger Erwachsener bleibt konstant zum Vorjahr. Jedoch ist diese Gruppe immer noch zu fast 73 Unfallbeteiligung junger Menschen Hauptunfallverursacher. Ein junger Mensch kam bei einem Verkehrsunfall ums Leben.

Anzahl der Seniorenunfälle weiterhin hoch

Die Anzahl der Seniorenunfälle (ab 65 Jahre) ist weiterhin hoch, bei gleichbleibendem, prozentualem Anteil an der Unfallbeteiligung. Ein Mensch aus dieser Risikogruppe ist bei einem Verkehrsunfall zu Tode gekommen. Im Falle ihrer Beteiligung war diese Altersgruppe in 68 Prozent Hauptunfallverursacher.

Positive Tendenz bei Zweirädern und LKWs

Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Radfahrenden ist leicht gesunken. Auch die Anzahl der Verletzten sank gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil von Pedelecs am Unfallgeschehen nimmt weiterhin zu. Zu 64 Prozent waren Radfahrende die Hauptunfallverursacher.

Motorradunfälle sind leicht zurückgegangen, dennoch ein gibt es einen Verkehrstoten. Rund 41 Prozent sind Alleinunfälle. Die Ursache ist überwiegend nicht angepasste Geschwindigkeit.

Die Anzahl der Verletzten bei Unfällen unter Beteiligung von Lastkraftwagen nahm leicht ab, obwohl die Gesamtunfallzahl mit LKW-Beteiligung um etwa 8 Prozent gegenüber 2020 anstieg.

Überbilck über die Unfallursachen

Unfälle unter Alkoholeinfluss sind um etwa 19 Prozent zurückgegangen. Auch die Anzahl der Verletzten nahm etwa 20 Prozentpunkte ab. Allerdings wurden 232 Anzeigen gegen alkoholisierte Fahrzeugführer ohne Unfallzusammenhang aufgegeben. Außerdem sind hier pandemiebedingte, temporäre Schließungen der Gastronomie zu bedenken.

Unfälle unter Einfluss von Drogen sind rückläufig. Trotzdem wurden 334 Fahrzeugführende unter Drogeneinfluss in polizeilichen Kontrollen (ohne Unfallereignis) auffällig. Hier ist die Tendenz steigend.

Unzureichender Sicherheitsabstand ist mit fast einem Drittel aller Verkehrsunfälle die häufigste Unfallursache.

Geschwindigkeitsunfälle steigen im Vergleich zum Vorjahr wieder an und sind weiterhin Hauptunfallursache bei Personenschadensunfällen mit insgesamt einem Toten und 88 Schwerverletzten. Über 10.000 Geschwindigkeitsverstöße im Bereich der Polizeidirektion Neuwied sind 2021 registriert worden.

Quelle: Polizeidirektion Neuwied