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Rot-Weiss-Koblenz: Kein Lohn für eine erste gute Halbzeit

Die Koblenzer Mannschaft (hier der eingewechselte Kieran Ike) investierte gegen Frankfurt viel, ging aber erneut mit leeren Händen vom Platz. (Bild: RWK Koblenz)


Wie schon in Walldorf nahm der FC Rot-Weiss Koblenz in der Anfangsphase das Heft in die Hand. Wie schon in Walldorf hatte der FC Rot-Weiss Koblenz mehr Ballbesitz. Wie schon in Walldorf machte der FC Rot-Weiss Koblenz zu wenig daraus und kassierte am Ende eine Niederlage. Mit 0:3 (0:0) musste sich die Elf vom Deutschen Eck in der Regionalliga Südwest dem FSV Frankfurt geschlagen geben.


Eine Stunde lang sah es danach aus, als könnte RWK seine Serie gegen die Bornheimer fortsetzen. In der Regionalliga hatte man gegen den ehemaligen Zweitligisten zuvor noch nie verloren. Koblenz war die bessere Mannschaft, tat sich aber erneut im Angriff schwer. Thilo Töpken besaß in der 34. und 41. Minute zwei gute Gelegenheiten, die aber keinen Treffer herbeiführten. „Es würde enorm helfen, wenn wir mal ein Tor schießen. Das hätte uns den nötigen Push gegeben“, sagte Trainer Oliver Reck später. Der FSV setzte nach einer halben Stunde erstmals nennenswerte Akzente. Tim Kips parierte sowohl gegen Leon Müller (30.) als auch gegen Cas Peters (40.).
Der Moment, der die Partie in die aus Koblenzer Sicht falsche Richtung lenkte, datierte aus der 66. Minute. Tobi Adewole brachte Amid Khan Agha im Strafraum zu Fall, Schiedsrichter Luigi Satriano zeigte auf den Punkt und Peters brachte die Gäste in Führung. Die Reck-Elf gab alles und versuchte das Heft wieder in die Hand zu nehmen.  Töpken lag in der 77. Minute zum Seitfallzieher in der Luft, traf den Ball dabei jedoch nicht richtig. Ansonsten hätte es der Ausgleich sein können.
Statt Ausgleich nahm das Unheil in den Schlussminuten seinen Lauf, sodass am Ende ein Ergebnis auf der Anzeigetafel stand, das in dieser Deutlichkeit nicht die Spielanteile widerspiegelte. Sho Sannomiya brauchte nach seiner Einwechslung elf Minuten um Koblenz schachmatt zu setzen. Zunächst traf der Japaner den Pfosten (85.), dann gelang ihm innerhalb von drei Minuten ein Doppelpack zum 0:2 (90.+1) und 0:3 (90.+4).
„Aufgeben zählt nicht. Noch ist gar nichts entschieden“, bleibt Trainer Oliver Reck trotz des letzten Tabellenplatzes Optimist. „In der ersten Halbzeit haben wir es besser gemacht als in den letzten Wochen.“ Darauf gilt es am Dienstag ab 15 Uhr im Rheinlandpokalspiel bei der SG 2000 Mülheim-Kärlich und am Samstag ab 14 Uhr in der Liga bei Aufsteiger SGV Freiberg aufzubauen. Und dann endlich auch die Tore zu erzielen.

Koblenz: Kips - Weidenbach, Adewole (79. Kouadio), Zobel - Guthörl (79. An), Maroudis (67. Ike), Regäsel, Limani (67. Lihsek), Afamefuna - Töpken, Köhl.
Frankfurt: Hanin - Reutter, Awassi, Knothe, Weissmann - Messina - Müller, Khan Agha (86. Kuhinja), Del Vecchio - Peters (90. Spence), Boutakhrit (83. Sannomiya).
Schiedsrichter: Luigi Satriano (Zell im Wiesental).
Zuschauer: 405.
Tore: 0:1 Cas Peters (66., Foulelfmeter), 0:2 Sho Sannomiya (90.+1), 0:3 Sho Sannomiya (90.+4).