Die Bopparder Fußball-Stiftung, die Sport als Mittel zur Entwicklungsförderung nutzt, feiert ihr fünfjähriges Bestehen und hat bemerkenswerte globale Projekte wie Schulbau in Kenia und Frauenförderung in Gambia initiiert, wobei sie in über 16 Ländern aktiv ist.

Die kleine Bopparder Fußball-Stiftung ist jetzt fünf Jahre alt geworden. Die Idee, Sport und insbesondere Fußball als Instrument in der Entwicklungszusammenarbeit stärker zu nutzen, hatte den früheren Europaabgeordneten Norbert Neuser veranlasst, mit der Gründung einer Stiftung auch praktisch tätig zu werden. Neuser veranlasste eine Buchveröffentlichung unter dem Titel "Sport für Entwicklung und Frieden."

Seine damalige Idee fand viele Mitstreiter, die mit Beiträgen zur Buchveröffentlichung die Idee untermauerten: so brachten sich u. a. die kürzlich verstorbene Gründerin von Solwodi, Sr. Dr. Lea Ackermann, die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Rudi Gutendorf, die Trainerlegende mit vielen internationalen Einsätzen, der vormalige DFB-Präsident Reinhard Grindel, Willi Lemke, Ex-Manager von Werder Bremen, die langjährigen ehemaligen EU-Kommissare Louis Michel (Belgien) und Neven Mimica (Kroatien), der deutsche Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller, ebenso wie der frühere EU-Parlamentspräsident und SPD-Vorsitzende Martin Schulz und auch Fußballprofi Neven Subotic, zweifacher Deutscher Meister mit Borussia Dortmund, aus ihrer eigenen Erfahrung in die Thematik mit ein.

Mit seinem damaligen polnischen EU-Kollegen Bogdan Wenda (Handball-Profi und ehemaliger Trainer der polnischen Handball-Nationalmannschaft) hatte Neuser zuvor 2017 in einem Bericht für das Europäische Parlament die Bedeutung des Sports für die Entwicklungsarbeit verdeutlicht.

Was dann 2018 mit ersten Fußball-Projekten auf Vorschlag von Sr. Lea Ackermann in Eldoret/Kenia und auf Vorschlag des aus Boppard stammenden Schriftstellers Dr. Martin Kämpchen in zwei Dörfern in Indien begann, hat sich nunmehr deutlich vergrößert. Kick for Help betreut und unterstützt in der Zwischenzeit in mehr als 16 Ländern Fußball-Projekte, oft auch verbunden mit konkreter Entwicklungshilfe.

So wurde in 2023 z. B. auf Initiative von Kick for Help in Kenia eine Schule mit Kindergarten für 400 Kinder mit einem Kostenvorlumen von 140.000 Euro in einem Armenviertel von Eldoret errichtet. Jetzt haben dort 400 Kinder zum ersten Mal Zugang zu Bildung. Über ein Mädchen- und Frauenfußball-Projekt im westafrikanischen Gambia organisierte die für Gambia eigens gegründete Organisation "Kick for Help Gambia" den Kauf einer Maismühle und startete ein Programm, um Frauen die Möglichkeit selbständig werden zu können, eröffnet. Das neueste Projekt hat Kick for Help nun im größten Slum Afrikas, in Kibera, angegangen. Die kleine Schule „Agate-Hope for Kibera“ soll eine von Kick for Help finanzierte Trinkwasserversorgung sowie Latrinen erhalten. Konkret unterstützt werden wird dieses neue Schulprojekt von Philipp Reissfelder, Student und Fußballer aus Bad Salzig. Er wird ab Mitte Januar für zwei Monate als Freiwilliger an der Schule „Agate – Hope for Kibera“ im Unterricht helfen und auch das dortige Fußballprojekt betreuen.