Julian Feit (27) freut sich auf die Vorbereitung für die neue Saison.

Julian Feit: "Es geht nicht um ersetzen, sondern um Neues schaffen."

Die lange Pause im Amateursport neigt sich dem Ende. Im August ist der Re-Start der Oberliga – Rheinland-Pfalz/Saar geplant. In welcher Form dies geschehen soll ist noch nicht geklärt. Erst in den kommenden Wochen werden weitere Formalitäten, wie die Zulassung von Zuschauern, geklärt. Sicher ist nur, dass gespielt wird. Deswegen ist auch der TSV Emmelshausen in die Vorbereitung für die kommende Saison eingestiegen.

Julian Feit, Trainer des TSV Emmelshausen, spricht im Interview mit aktuell4u über den Start in die Vorbereitung, die lange Pause und die zahlreichen Spielerabgänge. Neben einer gehörigen Portion an Enthusiasmus, endlich wieder trainieren zu dürfen, wird auch deutlich, dass die Mannschaft aus dem Vorderhunsrück vor einem Neuanfang steht.

Aktuell4u: Nach momentanem Stand soll die Oberliga – Rheinland-Pfalz/Saar im August, parallel zur Regionalliga, in die neue Saison starten. Sind Sie mit dieser Entscheidung zufrieden oder hätten Sie sich einen später Zeitpunkt für den Saisonauftakt gewünscht, um eine längere Vorbereitung zu haben und so das Verletzungsrisiko zu senken?

Julian Feit: Seit dem 02.06. ist es wieder möglich relativ normal zu trainieren. Ich bin einfach nur froh, dass wir wieder auf dem Platz sein dürfen. Die Belastungssteuerung wird dieses Jahr natürlich eine extreme Herausforderung. Trotzdem überwiegt ganz klar, dass wir wieder spielen dürfen! Ich glaube, dass auch viel über Enthusiasmus kompensiert werden kann. Ob die Vorbereitung zu kurz ist, kann man wahrscheinlich erst zum Winter beurteilen. Zum jetzigen Zeitpunkt bin ich extrem glücklich, dass wir ein klares Ziel haben, auf welches wir hinarbeiten können.

Aktuell4u: Wie plant der TSV Emmelshausen die Vorbereitung im Sommer, bis hin zum Saisonstart?

Julian Feit: Wir sind bereits im Training und steigern die Intensität kontinuierlich. Zunächst sind wir in eine Vor-Vorbereitung gestartet, um den Körper wieder an die Bewegungen zu gewöhnen. Ab dem 27.06. beginnt die Vorbereitung wie in den Jahren zuvor auch. Bis dahin trainieren wir drei Mal wöchentlich mit Ball. Zusammen mit der Physiopraxis Andreas Ahlhorn werden wir eine Leistungsdiagnostik machen, um so gut es geht, den Körper jedes Einzelnen zu analysieren und mögliche Schwachstellen nach der langen Pause individuell angehen zu können.

Aktuell4u: Die vergangenen Monate war kein Mannschaftstraining möglich. Das letzte Spiel wurde im Oktober 2020 absolviert. Wie wurde die Mannschaft in dieser Zeit dennoch fit gehalten?

Julian Feit: Wir haben uns im Online-Training etwas fitgehalten. Da ging es aber vor Allem um die soziale Komponente. Dadurch, dass kein klares Ziel da war, war es schwierig die Motivation im Lauftraining dauerhaft hoch zu halten.

Aktuell4u: Die lange Corona-Pause nutzte der TSV Emmelshausen auch, um sich einige neue, größtenteils sehr junge Spieler für die kommende Saison zu sichern. Ist mit weiteren, vielleicht auch erfahreneren Neuzugängen und auch mit Abgängen zu rechnen?

Julian Feit: Abgänge sind hoffentlich nicht mehr zu verzeichnen. Wir haben viele junge, lernwillige und talentierte Jungs dazu genommen. Das ist der Weg, der für uns alternativlos ist. In den ersten Einheiten haben alle Jungs einen guten Eindruck hinterlassen. Wir wissen aber auch, dass es in der Oberliga nötig ist, eine gewisse Erfahrung auf den Platz zu bekommen. Wir stehen den jungen Spielern trotzdem zu, Fehler zu machen. Gerne würden wir noch 1-2 Jungs dazu nehmen. Das ist ein Thema, an welchem der Vorstand arbeitet. Gerade in der Offensive haben wir noch Bedarf.

Aktuell4u: Mit Tobias Lenz, Marcel Christ und David Peifer verliert der TSV Emmelshausen unter anderem teils langjährige Leistungsträger. Wie sollen diese Abgänge kompensiert werden?

Julian Feit: Neben diesen Dreien haben uns auch Martin Weber in der Winterpause, zudem wird uns Bjarne Lips ein Jahr nicht zur Verfügung stehen und nicht zu vergessen Ufuk Kurt, der sein ganzes Leben quasi für den TSV gespielt hat, verlassen. Wir brauchen nicht darüber zu reden, diese Abgänge zu kompensieren oder auszugleichen. Dieses Jahr muss sich die Mannschaft in Teilen neu finden und eine neue Hierarchie bilden. Was die Jungs über Jahre für den TSV geleistet haben, kann man nicht ersetzen und wollen wir auch nicht. Es geht nicht um ersetzen, sondern um Neues schaffen.

Vielen Dank für das Interview. Das Interview führte Jan-Niklas Frohs.

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