Die Übernahme des Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein durch den Krankenhauskonzern Sana ist aufgrund von Unstimmigkeiten über die betriebliche Altersvorsorge gescheitert, wodurch die Zukunft der fünf Krankenhäuser in der Region weiterhin in der Schwebe bleibt.

Die Verhandlungen zwischen dem Krankenhauskonzern Sana und dem Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein (GKM) über eine mögliche Übernahme sind offiziell gescheitert.

Als Hauptgrund für das Scheitern wird die Nichtübernahme der Risiken für die betriebliche Altersvorsorge der Belegschaft durch Sana genannt, ein Punkt, der für die Gesellschafter des GKM, den Kreis Mayen-Koblenz und die Stadt Koblenz, nicht verhandelbar war. Die Gespräche endeten ohne eine Einigung über die finanziellen Verpflichtungen, die laut Sana einen dreistelligen Millionenbetrag umfassen würden.

Das GKM, ein Verbund aus fünf Krankenhäusern in Koblenz, Mayen, Boppard und Nastätten, bleibt somit unter der Trägerschaft des Kreises, der Stadt und drei Stiftungen. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des GKM, die bereits seit 2019 bekannt sind, führen nun zu weiteren Herausforderungen für die öffentliche Hand, welche die Krankenhäuser vorerst weiter finanziell unterstützen muss.